Erfolgsmessung auf Social Media: Viele Wege führen nach Rom!

Social Media ist allgegenwärtig. Und trotzdem haben sich bisher kaum einheitliche Kennzahlen durchgesetzt. So individuell wie die angestrebten Ziele, sind auch die eingesetzten Erfolgskontrollen. An der Berner Premiere des Media Gipfel gewährten Monika Akeret von der PostFinance und Gastronom Tobias Roder Einblicke in die Auswertung ihrer Social Media-Aktivitäten.

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Das von Blogwerk und Bernet PR organisierte Gipfeltreffen unter dem Patronat von Swisscom, war bis auf den letzten Platz besetzt.

Auf Augenhöhe kommunizieren und Ziele nicht aus den Augen verlieren 

Bei PostFinance ist die dreiköpfige Social Media-Crew in der Öffentlichkeitsarbeit angesiedelt. Monika Akeret, Leiterin Social Media & Onlineredaktion, verfolgt vor allem ein Ziel: Durch Dialog auf Augenhöhe, soll das Image gestärkt werden. Und diese Augenhöhe behält PostFinance auch bei, wenn es um die Erfolgsmessung geht: In einer Online-Umfrage wurden Facebook-Fans – darunter auch eigene Mitarbeiter – zum PostFinance-Engagement befragt. Diese zeigten eine grosse Zufriedenheit, bemängelten aber den Unterhaltungswert der Beiträge. Wie die schmunzelnde Publikumsreaktion zeigte, kein unbekanntes Phänomen. Abgesehen von der Kundenbefragung, erstellt PostFinance Facebook-Reportings und nutzt das Tool „Sysomos Heartbeat“. Ausformulierte Jahresziele, muss die Social Media-Crew gegenüber dem Management keine vorlegen. Und trotzdem betont Monika Akeret: Ein erreichbares Ziel müsse stets angestrebt werden.

Erfolgsmessung? Social Media-Zuwachs mit dem Umsatz vergleichen! 

Der Berner „wartsaal“ ist ein Erfolgsmodell. Nur knapp ein Jahr nach Eröffnung, wurde der Quartier-Treffpunkt in der Lorraine mit dem Gastro Award ausgezeichnet. Hinter den Social Media Aktivitäten der Café-Bar steckt Tobias Roder. Er ist wartsaal-Mitgründer, im Gastro-Team des Buskers engagiert, arbeitet 50% als Lehrer und betreibt Social Media vom Bett, vom Bus oder von sonst wo aus. Eine Strategie gibt es nicht.
Der Dialog ist authentisch, ungezwungen und erfolgreich. Gemessen wird direkt ab dem Umsatz und siehe da: Seit das Mittagsmenü jeweils auf Facebook und Twitter gepostet wird, hat sich der Umsatz verdoppelt. Die mit Herzblut betriebene Social Media-Anarchie funktioniert!

Je individueller, desto besser

Die beiden Einblicke hätten gegensätzlicher kaum sein können. Und sie beweisen: Eine übergreifende Anleitung für funktionierende Erfolgsmessung gibt es nicht. Je individueller sie erfolgt, desto wertvoller sind die Ergebnisse. Und auch für Social Media gilt: Es führen viele Wege nach Rom!

War jemand von euch auch dabei? Wie fandet ihr den Social Media Gipfel? Bin gespannt auf eure Meinung!

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Der nächste Social Media Gipfel findet am 3. März 2013 statt. Weitere Infos dazu auf: socialmediagipfel.ch

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