Work anywhere? Gerne ;-)

 

Schon lange ist bei den “ITlern” das Thema “Work anywhere”, auf Neudeutsch “Homeoffice”, ein grosses und teilweise heikles Thema. Letzten Monat erhielten wir vom Teamleader eine Info, bei der es genau um dieses Thema ging. Swisscom und SBB lanciert ein Projekt mit dem Titel “Work anywhere” und sie suchten Pendler die interssiert sind an dieser Studie teilzunehmen.  Sie wollen, zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz – Hochschule für Angewandte Psychologie, untersuchen, wie sich flexible Arbeitsmodelle auf die Entlastung der Verkehrsinfrastruktur zu Hauptverkehrszeiten und auf das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter auswirkt.

Ich bin gerne dabei!

Da ich über 60 KM weit weg von meiner Arbeitstelle wohne, habe ich mich gleich angemeldet. Da stellte sich aber schon die Frage: Was ist die Definition von einem Pendler? Bin ich als Autofahrerin auch eine Pendlerin? Oder sind mit Pendler nur diejenigen Menschen gemeint, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren? Und auch nur diejenigen, die auch im Zug arbeiten? Wir haben dann als Antwort erhalten, das alle gesucht werden, ob Autofahrer, Motorradfahrer, Velofahrer oder eben Zug fahrende Gäste. Das Kriterium belief sich auch die Anfahrtszeit, also alles was länger als 20 Min Arbeitsweg hat, gehört zu einem Pendler. Wow, dachte ich mir. Derjenige der den Luxus hat, 20 Minuen entfernt von der Arbeitsstelle zu wohnen darf sich Pendler nennen. Ich musste doch ein wenig schmunzeln:-)

Pfff, Homeoffice!

Ende Januar startet nun das Projekt und ich erzählte in meinen Kollegenkreis davon.  Viele davon staunten nicht schlecht, das da ein Projekt gestartet wurde. Denn leider wird dies nicht von allen gern gesehen, so ein Homeoffice. Es haftet immer noch der schlechte Ruf, das man Zuhause nicht richtig arbeitet, nur das Minimum macht usw. Da ich zu den Glücklichen gehöre, die schon einen Tag in der Woche von Zuhause aus arbeiten darf, erkläre ich dann immer wieder: Wenn ich nur das Minimum arbeiten würde, müsste ich die restliche Woche immer Überstunden machen um mit meiner Arbeit fertig zu werden. Schliesslich muss ich ja auch Arbeiten abliefern. Ich selber empfinde es als sehr angenehm, von Zuhause aus zu arbeiten. Ich kann länger schlafen, schliesslich entfällt die Stunde Autofahrt ins Büro. Und Abends wenn ich den Laptop ausschalte, kann ich mich schon meiner Freizeitaktivitäten hingeben. Im Sommer z. Bsp, kann ich gleich zum See gehen, im Winter kann bin ich innert Minuten bei Freunden sein.

Tagebuchausfüllen nicht vergessen

Ja, es gibt ein Tagebuch das geführt wird, natürlich ein elektronisches 🙂 Hier schreibt man auf, wo man gearbeitet hat, wie man ins Büro kam (Auto, Zug etc), wie ich mich fühlte, etc.

Für mich ist Homeoffice auf jeden Fall eine sehr grosse Entlastung und ich bin produktiv, da ich viele  Arbeiten machen kann, zu denen ich im Büro nicht komme. Zuhause werde ich nicht gestört, ausser ab und zu mal durch ein Miauen meiner Katzen, die ihre Streicheleinheit wollen, wenn ich schon den ganzen Tag vor dem Laptop sitze, anstatt mit ihnen zu spielen:-). Einen Nachteil empfinde ich dann aber schon: Ich vermisse die Smalltalks die in den Gängen stattfinden:-) und das Getratsche an den Food and Beverage Ecken 😉

Ich bin dann doch gespannt, was am Ende der Studie an Erkenntnissen gewonnen werden.

Macht ihr auch Homeoffice? Was sind eure Erfahrungen damit?