Vier Trends im Bereich Data Center

Folgende Entwicklungen werden die Data-Center (DC) in den kommenden Jahren mit Sicherheit prägen:
  • Höhere Dichte von Systemen
  • Verfügbarkeit gewinnt an Bedeutung
  • Flexibilität als zentraler (Erfolgs-) Faktor
  • Managebarkeit der DC

Höhere Dichte von Systemen

Die Wärmeleistung pro Rack steigt vom aktuellen Schnitt von etwa 11 Kilowatt bis auf 17 kW im Jahr 2019

Durch die höhere Packungsdichte werden solche DC etwa 35 Prozent weniger Energie benötigen. (Besserer Wirkungsgrad, Optimierung der Kühlung und Energieversorgung).

Hinzu kommen Einsparungen durch den geringeren Platzbedarf. Ein DC mit etwa 800 Quadratmetern und einer Wärmeleistung von 20 kW pro Rack wird in wenigen Jahren dieselben Leistungswerte erreichen wie heute ein Rechenzentrum mit 3000 Quadratmetern. Die Einsparungen, bezogen auf die Baukosten, betragen in diesem Fall etwa 1-3 Mio. sFr.

Allerdings erfordert die wachsende Rechenleistung pro Rack spezielle Kühlungs- und Stromversorgungssysteme. Notwendig ist eine Kombination von Kalt-/Warmgang-Konzepten in Verbindung mit Wasserkühlung und mit modularen „Power Distribution Units“ (PDUs) im Rack. Dadurch lässt sich der Energiebedarf der Systeme pro Rack um etwa ein Drittel senken.

Verfügbarkeit gewinnt an Bedeutung

Die Anforderungen an die Verfügbarkeit von Rechenzentren und den IT-Services, die über sie bereitgestellt werden, nimmt drastisch zu. Amazon beispielsweise garantiert für seinen Cloud-Computing-Service „Elastic Compute Cloud“ (EC2) eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent. Das heißt, die Ausfallzeit pro Jahr darf 4,5 Stunden nicht überschreiten.

Ein Großteil der Systemausfälle in DC geht auf Ausfälle der Stromversorgung oder Probleme mit der Kühlung zurück. Deshalb gewinnen unterbrechungsfreie Stromversorgungen an Bedeutung – auch deshalb, weil sie Spannungsspitzen ausfiltern und von Servern, Switches und Storage-Systemen fernhalten.

Ein weiterer Faktor, der die Anfälligkeit von DC senkt, ist eine Verringerung der Zahl aktiver Komponenten in Kühlsystemen. Dies lässt sich beispielsweise durch eine verstärkte Kühlung mithilfe von Außenluft erzielen. Sie macht zumindest einen Teil der Lüfter, Gebläse und Pumpen innerhalb eines Data-Centers überflüssig.

Flexibilität als zentraler (Erfolgs-) Faktor

DC müssen stärker denn je mit Lastspitzen zurechtkommen.

  • Projekte müssen immer rascher Rechenleistung innert kurzer Zeit abrufen können.
  • Produkte , Services welche auf dem Markt Erfolg haben müssen rasch skalieren
Das heißt für Server, Stromversorgungssysteme und Klimaanlagen:
Sie müssen ihre Leistung an die Nachfrage anpassen. Das war bislang nicht der Fall, speziell bei der Kühlung und Stromversorgung.
Diese Systeme laufen in vielen DC stets unter Volllast, was sich negativ auf die Kosten auswirkt.
Modulare Stromversorgungen und Kühlsysteme, die sich automatisch an Veränderungen der Umgebungstemperatur anpassen, können dieses Problem lösen.

 

Managebarkeit der DC

Die Komplexität von Rechenzentren nimmt weiter zu bedingt durch:

  • Virtualisierung der Server und DC Netze
  • Immer leistungsfähigere Server mit Mehrkernprozessoren
  • Höhere Systemdichte
Die Konsequenz:
IT-Verwalter benötigen Management-Tools, mit denen sie die Komponenten überwachen und steuern können. Das gilt nicht nur für aktive Komponenten, sondern auch für die Verkabelung und die Akkus von unterbrechungsfreien Stromversorgungen.
Ein Infrastruktur-Management-System muss in Echtzeit Statusmeldungen übermitteln und dem Systemverwalter dabei helfen, bereits im Vorfeld Ausfälle von Geräten zu erkennen.
Ein weiterer Punkt, der häufig übersehen wird:
Management heißt im Data Center auch das Verwalten des Raums, der für Racks und andere Komponenten zur Verfügung steht. Planungstools wie etwa Nlyte 6.0 von Nlyte helfen dabei, das Platzangebot optimal auszuschöpfen.

 

Ich und meine Kollegen zeigen Euch gerne vor Ort wie wir uns in diesen Bereichen den Herausforderungen stellen.