Give & Grow Teil 2: Swisscom an den Schulen

Swisscom engagiert sich in vielen nachhaltigen Projekten, so auch an den Schweizer Schulen. Ich selbst durfte im Rahmen von Give & Grow an einer Berner Sekundarschule unterrichten und möchte gerne von meinen Erfahrungen erzählen.

Swisscom engagiert sich in vielen nachhaltigen Projekten, so auch an den Schweizer Schulen. Diesbezüglich sind mir persönlich zwei bekannt:

Ich selbst durfte im Rahmen des letzteren bislang 2 Doppellektionen an einer Berner Sekundarschule abhalten, was mir grossen Spass machte. Daher möchte ich die Gelegenheit gerne nutzen, um von meinen Erfahrungen zu berichten.

Organisiert wird dieser Einsatz von Young Enterprise Switzerland, welche zum einen den Kontakt zwischen Volunteers und Lehrpersonen herstellt und zum anderen auch die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt.

Was wird gelehrt?

Inhaltlich ist die Idee, dass die Schüler auf eine lockere und abwechslungsreiche Art über Themen informiert werden, welche sie direkt betreffen, aber so (noch) nicht im Lehrplan enthalten sind. Konkret musste ich mich auf Grund  der Kürze der Zeit auf die Punkte “Was ist Wirtschaft?” und “Wie läuft  eine Bewerbung ab?” konzentrieren. Die spannende Frage, wie man am besten mit dem ersten selbstverdienten Geld umgeht, musste leider vorerst ausgelassen werden.

Die Präsenz eines externen “Experten” soll dabei zum einen Authentizität vermitteln,  zum anderen aber auch einen Kontrast zum sonstigen Schulstoff bilden. Und insbesondere beim Bewerbungsprozess sind natürlich ein paar Insidertipps immer sehr wertvoll.

Was ist Wirtschaft?

In der ersten Doppellektion habe ich den Schülern zum einen den (einfachen) Wirtschaftskreislauf und das Zusammenspiel zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Markt aufgezeigt, da sich damit sehr viele Alltagsphänomene erklären lassen. Wieso sind z.B. Erdbeeren im Sommer billiger als im Frühling? Und sind Preise auf dem Flohmarkt am Nachmittag höher oder tiefer als am Morgen? Die Antworten darauf können gerne in den Kommentaren unten diskutiert werden.

Zum anderen habe ich an Hand des Beispiels Red Bull einen Fokus auf Marketing gelegt und konnte so z.B. an Hand eines kleinen Rechenbeispiels aufzeigen, dass rund 50% des Kaufpreises in Aktionen wie z.B. Red Bull Stratos fliessen, was die Schüler doch sehr beeindruckte.

Ziel dieser Einleitungslektion war unter anderem auch aufzuzeigen, dass der Arbeitsmarkt prinzipiell den gleichen Gesetzen folgt wie der Konsumgütermarkt, um in den folgenden Lektionen wieder darauf Bezug nehmen zu können.

Wie läuft eine Bewerbung ab?

Ein zweiter wichtiger Punkt ist der gesamte Bewerbungsprozess, wird der doch von jedem im Laufe des Lebens vermutlich mehrfach durchlaufen. Für die Sekundarschüler ist dieser aber besonders spannend, denn sie stehen kurz vor der ersten richtigen Bewerbung ihres Lebens. Entsprechend habe ich an Hand des Beispiels der Swisscom aufgezeigt, wie dieser abläuft und was man beachten sollte um vom Stapel “abgelehnt” in den Stapel “fürs Bewerbungsgespräch einladen” zu gelangen.

Ausblick

Am kommenden Donnerstag folgt dann noch die dritte Doppellektion: “Das Bewerbungsgespräch”. Dann werde ich den Schülern mittels eines simulierten guten bzw. schlechten Beispiels die wichtigsten Tipps & Tricks mit auf den Weg geben. Dies können sie anschliessend in einer Gruppenübung gleich anwenden und so Feedback erhalten.

Fazit

Wie bereits erwähnt macht mir dieser Einsatz grossen Spass. Ganz unabhängig davon bin ich aber überzeugt, den Schülern auch essentielle Tipps & Tricks mit auf den Weg geben zu können, so dass sie optimal auf die nahende Bewerbungsphase vorbereitet sind. Und nicht zuletzt war dies (gemäss ihrem Feedback) auch für die Schüler eine spannende Abwechslung vom Unterrichtsalltag.

Zusammengefasst würde ich euch gerne einladen, in den Kommentaren über folgende Fragen zu diskutieren:

  • Könntet ihr euch selbst vorstellen, ein paar Lektionen zu unterrichten?
  • Wieso sind z.B. Erdbeeren im Sommer billiger als im Frühling?
  • Sind Preise auf dem Flohmarkt am Nachmittag höher oder tiefer als am Morgen?