Stefan Aebischer – Gewinner des Swisscom Innovationspreises 2012

Stefan Aebischer, 25 Jahre alt, ist der letztjährige Gewinner des Swisscom Innovationspreises. An der Fachhochschule in Freiburg hat er Informatik studiert und wurde von seinem damaligen Professor ermutigt, am Innovationspreis 2012 teilzunehmen. Mit welchem Projekt Stefan letztes Jahr die Jury überzeugen konnte und schliesslich 10‘000 CHF abgeräumt hat, erzählt er euch gleich selbst im Interview.

Lieber Stefan, du bist der Sieger des Swisscom Innovationspreises 2012. In der Zwischenzeit ist ein Jahr vergangen. Wie hast du das letzte Jahr verbracht, was hat sich seit deinem Sieg verändert?

Es gibt viele spannende Momente zu erzählen. Durch meinen Sieg wurden viele Grosskonzerne wie Ringier und Adobe auf mich aufmerksam. Ich reiste viel herum und durfte meine Arbeit einem breiten Publikum präsentieren. Meine Arbeit ist ein Türöffner und sorgt überall für Begeisterung. Ich habe das grosse Glück, von einem starken Team namens Softcom Technologies, die Firma, in der ich arbeite, unterstützt zu werden.

Mit Ringier sind wir immer noch in Kontakt und erarbeiten gerade Konzepte für eine mögliche Zusammenarbeit. Von Adobe – sehr angetan von meiner Idee –  habe ich seit unserem letzten Treffen nichts mehr gehört…

Wir konnten bereits zwei Projekte basierend auf meiner Bachelorarbeit realisieren. Eines davon war eine App für Bademeister in Bern, welche bis dato jeden Morgen den Belegungsplan der Schwimmbäder per Hand im Excel mühsam ausfüllen und ausdrucken mussten. Sobald das Blatt ausgedruckt war, war es schon wieder veraltet. Mit meiner Lösung wird nun alles automatisiert und ist ständig auf dem aktuellsten Stand. Meine Vision beschränkt sich also nicht nur auf den Zeitungsmarkt.

Badi App

Wie bist du damals auf den Swisscom Innovationspreis aufmerksam geworden? Was hatte dich dazu bewegt, daran teilzunehmen?

Mein Professor an der Ingenieurschule Freiburg hat mich damals dazu ermutigt. Angemeldet habe ich mich dann 30 Minuten vor Anmeldeschluss:-) (Ich erhoffte dadurch ganz oben auf dem Stapel zu landen).

Worum ging es in deiner eingereichten Arbeit?

Meine Arbeit trug den Titel „Die Zeitung von Morgen“ und zeigte anhand eines konkreten Beispiels, wie eine lokale Zeitung mit wenig Budget auf einem Tablet-Device aussehen könnte. Die ganze Zeitungsproduktion wurde dabei komplett automatisiert und ersparte dem Verlag eine Menge Zeit und Geld. Features wie das Vorlesen des Zeitungsinhaltes, die Offline-Fähigkeit sowie das Ausschneiden und Versenden der Artikel über Soziale Netzwerke, sorgten für grosse Aufmerksamkeit.

Stefan A.

10’000 CHF sind eine schöne Gewinnsumme. Unsere Leser dürfte es sicher interessieren, was du damit gemacht hast? Gibt es etwas Spezielles, dass du dir geleistet hast?

Für einen Studenten ist dies natürlich eine grosszügige Gewinnsumme. Als leidenschaftlicher Hobbyfotograf habe ich mir eine (weitere) Kamera gekauft und bin 2500km quer durch China gereist. Apropos China: In Hong Kong blättern Sie die Zeitung bereits mit den Augen…:-)

Gibt es etwas, dass du den diesjährigen (potentiellen) Teilnehmern mit auf den Weg geben möchtest?

Ja. Falls ihr es bis ins Finale schafft, dann schaut euch ein paar Vorträge von Steve Jobs an. Das habe ich kurz vor meinem Auftritt bei Swisscom auch gemacht. Danach heisst es eigentlich nur noch: Veni vidi vici.

Wir verleihen auch dieses Jahr wieder den Swisscom Innovationspreis 2013 für herausragende Diplomarbeiten zu den Themen Informations- und Kommunikationstechnologien. Hat dich Stefan inspiriert? Möchtest du deine eigene Erfolgsstory schreiben? Dann melde dich gleich hier an.

Wir wünschen dir viel Erfolg und freuen uns auf zahlreiche Ideen.