Was macht eigentlich ein Network Development Engineer bei Swisscom?

Meine Entdeckungsreise: Wie versprochen hab ich mich auf eine interne Reise begeben, um die unterschiedlichsten Personen und deren Berufe bei Swisscom näher kennenzulernen. Im Gepäck mein Laptop, mein kleines schwarzes Notizbüchlein (Swisscom like) und mein Handy, um auch ein paar Fotos schiessen zu können. Meine erste Etappe führt mich zu Sebastian Barthlome, ehemaliger Trainee, der heute bei uns als Network Development Engineer tätig ist. Was er eigentlich genau bei Swisscom macht, erklärt er gleich selber ...

Für meine erste Etappe hab ich im Vorfeld ein wenig in unserem Intranet herumgestöbert und bin dabei über die Liste der Alumni Trainees auf das Profil von Sebastian Barthlome gestossen. Wie die meisten anderen Trainees, hat auch er eine Festanstellung bei uns gefunden und arbeitet nun gemäss seinen Kürzeln bei SCS-NIT-DEV-NTD-DTR, sprich Swisscom (Schweiz) AG, Network & IT, Development, Network &Device Development, Datacenter- & Transport Networks. Keine Angst, ich hab gespickt, um die Kürzel zu entziffern;). Jedenfalls ist Sebastian als Network Development Engineer tätig und da ich zugegebenermassen keine Ahnung habe, was er eigentlich den ganzen Tag tut, hab ich ihn an seinem Arbeitsort in Worblaufen besucht und dazu befragt:

Hi Sebastian, erstmals Danke für deine Zeit! Wie ich meinen Lesern bereits erklärt habe, bist du bei Swisscom als Trainee gestartet. Wann war das genau und wie kam es dazu?

Hallo Simona. Meine Geschichte bei Swisscom beginnt im Oktober 2011. Nachdem ich mein Informatikstudium an der Uni Bern im Juli des selben Jahres abgeschlossen hatte, suchte ich neue technische Herausforderungen und eine Spielwiese, auf welcher ich mich mit meinem Wissen austoben konnte. Die Swisscom als Arbeitgeberin rückte in meinen Fokus, da ich eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit im Bereich der Netzwerktechnik suchte. Der Einstieg über das Trainee-Programm der Swisscom war ein idealer Weg, um in viele verschiedene Bereiche reinzuschauen und die Firma und die Leute kennen zu lernen.

Wie würdest du dein Trainee-Jahr in 3 Stichworten beschreiben?

– kaltes Wasser

– intensiv und spannend

– extrem lehr- und abwechslungsreich

Wusstest du schon, welche Richtung dich hauptsächlich interessiert oder hast du bei ganz unterschiedlichen Projekten mitgearbeitet?

Ich wusste, dass ich etwas technisches machen wollte. Ich meine damit wirklich technisch: Konfigurieren, Schrauben, Designen, Scripten, Programmieren, etc. Deshalb hat mich GSI – Group Strategy & Innovation – sehr stark interessiert. Ich wusste von Kollegen, welche schon dort gearbeitet haben, dass ich dort coole Sachen machen kann. So kam es, dass ich mein erstes Trainee-Projekt genau in diesem Bereich zum Thema Monitoring von Modems gemacht habe. Das nachfolgende Projekt hat mich ins Cloudumfeld gebracht. Dieses Projekt war zuerst eher etwas weiter weg von der Technik – dabei ging es um Betriebsprozesse und war mir etwas zu „Papierlastig“. Jedoch bot sich im Rahmen des gleichen Projekts die Möglichkeit, bei Swisscom IT Services reinzuschauen. Dort konnte ich tiefer in die Technik eintauchen, auf welcher unsere Cloud aufgebaut ist. Beim letzten Projekt habe ich beide vorangehenden Projekte kombiniert und bin in den Bereich Strategy & Innovation zurückgekehrt. Dort arbeitete ich mit einer Open-Source Virtualisierungsplattform.

Nach deinem Trainee hast du deine Karriere als Network Development Engineer gestartet, jetzt zu meiner wichtigsten Frage überhaupt: Was ist respektive was macht ein Network Development Engineer bei Swisscom eigentlich genau?

Alle Services und Produkte, welche die Swisscom den Kunden anbietet, basieren auf unterschiedlichsten Kommunikationsnetzen, welche designed, getestet, implementiert, unterhalten, betrieben und weiterentwickelt werden müssen. In meiner täglichen Arbeit beschäftige ich mich vor allem mit der Entwicklung vom Management-Netz und dem Mobile-Netz. Die Aufgaben sind dabei sehr unterschiedlich: Im Bereich des Management-Netzes arbeite ich an der Entwicklung des Core und bin dabei hauptsächlich im Labor anzutreffen. Dort wird für Tests von neuen Software-Releases, Patches, Routern & Switches, etc. eine möglichst exakte Kopie eines Teils des realen Netzes nachgebaut. Ich arbeite dort sehr eng mit dem Betrieb zusammen, welcher dieses Netz betreibt.

Im Mobile-Umfeld bin ich in einem virtuellen Team, welches sich um die Performance in unserem Mobilfunknetz kümmert. Keine Angst, die Leute sind real:-). Wir analysieren und optimieren die Performance von LTE, etc. mit einer End-2-End Betrachtungsweise. Das bedeutet, dass wir die Übertragung von Daten & Sprache vom  mobilen Endgerät des Kunden bis ins Internet in unsere Betrachtungsweise einbeziehen. Das Zusammenspiel dieser Komponenten ist sehr komplex. Es erfordert viel Know-How um zu verstehen, wo welche Datenströme durchfliessen und wo was mit den Datenpaketen passiert. Das bedingt eine sehr tiefe Einsicht in die Netze und die Möglichkeit, an verschiedenen Punkten den Netzwerkverkehr auf Bit- & Byte-Ebene untersuchen zu können. Neben den technischen Herausforderungen ist es auch nicht immer einfach, zu wissen, in welchem Entwicklungsstadium sich die Netze und Komponenten gerade befinden, da fast ständig Arbeiten an ihnen durchgeführt werden. Bei dieser Arbeit ist es besonders wichtig, ein gutes Beziehungsnetz mit anderen Menschen aufzubauen – sei es innerhalb von Swisscom oder ausserhalb, mit den Herstellern und Lieferanten.

20131017_114320

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Die Technik. Ich arbeite an verschiedenen Geräten und dies macht mir Spass. Darüber hinaus verbindet mich die Technik zugleich auch mit Personen aus anderen Bereichen, wobei unterschiedliche Betrachtungsweisen aufeinander treffen und dies erweitert meinen Horizont.

Sebastian, vielen lieben Dank und weiterhin viel Erfolg.

Und euch, liebe Leser, sage ich auf Wiedersehen. Auf meiner nächsten Etappe werde ich euch vorstellen, was eigentlich ein … STOP! Zu viel will ich euch an dieser Stelle noch nicht verraten. Lasst euch überraschen und seid wieder dabei, wenn ich intern auf Reisen gehe.