Institute for the Future – Blick in die Zukunft des Internets

"Making the future with foresight" ist der Slogan vom Institute for the Future einem kalifornischen Think-Tank der sich mit Fragen der zukünftigen Entwicklung auseinandersetzt. Der Blick in die Zukunft soll relevante Einsichten für Unternehmen liefern und ihnen erlauben schon heute die richtigen Weichen zu stellen.

“Making the future with foresight” ist der Slogan vom Institute for the Future, einem kalifornischen Think-Tank, der sich mit Fragen der zukünftigen Entwicklung auseinandersetzt. Der Blick in die Zukunft soll relevante Einsichten für Unternehmen liefern und ihnen erlauben, schon heute die richtigen Weichen zu stellen. Es geht um die Frage der Auswirkungen von technologischen, wirtschaftlichen und unternehmerischen Trends. Fokus sind grundlegende irreversible Veränderungen, wie beispielsweise die ganze Digitalisierung. Zyklische Änderungen, wie beispielsweise Saisons, sind weniger von Interesse. Durch eine Kombination von verschiedenen grundlegenden Veränderungen aus unterschiedlichen Bereichen werden mögliche Zukunftsszenarien sichtbar. Indem wir beispielsweise die zunehmende Alterung in gewissen westlichen Gesellschaften kombinieren mit den zunehmenden Möglichkeiten, mittels Sensoren den Zustand des Körpers zu überwachen, ergeben sich neue Ideen, wie das zunehmend wichtige Bedürfnis nach Gesundheit adressiert werden kann. Erste verfügbare Anwendungen und Prototypen, wie zum Beispiel Uhren mit Sensoren, sind Signale dieser möglichen Zukunft.

Im Rahmen eines Workshops vor einigen Wochen mit dem Institute for the Future in Bern, wurden wir unter anderem in die “Human Internet Map” eingeführt. Sie zeigt auf, in welche Richtung sich das Internet entwickeln könnte. Vier Richtungen werden die Zukunft des Internets formen und mittels einer Karte dargestellt werden:

  1. Fluss (flow) – Immer mehr Technologien arbeiten nahtlos zusammen und produzieren so eine neue Umgebung in der wir Arbeiten, Unterhalten und Leben. Ein Beispiel dafür ist Evernote, welches sich beispielsweise Nahtlos auf unseren Smartphone, im Browser oder e-Mailprogramm integriert
  2. Sensoren – Neue Schnittstellen zwischen Mensch und Computer entstehen. Sensoren sammeln pausenlos Informationen, welche für die Interaktion verwendet werden können. Ein Beispiel dafür sind Prototypen, welche pausenlos die Umgebung aufnehmen und dem Anwender so ermöglichen, ein Gedächtnis zu haben, über alles was man erlebt hat.
  3. Kontrolle – Die Menge an Daten stellt auch Fragen an die Kontrolle über deren Verwendung. Kontrolle über die Anwendungen und Daten, sowie Sicherheit nehmen an Wichtigkeit zu.
  4. Emergenz – Schliesslich entwickelt sich das Internet zunehmend unabhängig von den ursprünglichen Intentionen der Entwickler und verändert so unsere Gesellschaft.

Karte Human Internet
Wenn man sich die Karte ansieht, dann entdeckt man viele kritische Spannungsfelder. Innerhalb dieser Spannungsfelder entstehen neue Innovationen, aber auch kritische Fragen zu deren Sinnhaftigkeit und Wünschbarkeit müssen gestellt werden. Aus meiner Sicht bekommt dabei dem Aspekt “Kontrolle” eine besondere Beachtung zu. Wir müssen gewährleisten, dass weiterhin die Kontrolle soweit wie möglich bei den Anwendern liegt und diese darüber transparent informiert werden. In Bereichen, wo das nicht möglich ist, müssen wir über alternative Wege denken, wie Menschen an der Gestaltung neuer Systeme früh beteiligt werden können.

Humane Internet ist ein Themenfeld des Institute for the Future. Die Karten und das Infomaterial auf der Webseite vom Institute for the Future bieten viele grundlegende Einsichten und Inspirationen. Man findet zu vielen Trends Informationen und kann sich so auf die Zukunft bereits heute einstellen.