Open Data – ein Gewinn für Unternehmen

Als Open Data werden alle Datenbestände bezeichnet, die im allgemeinen Interesse ohne Einschränkung zur Nutzung, Weiterverbreitung und Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden. Dazu zählen etwa Lehrmaterial, geocodierte Daten, demografische Daten, Statistiken, Verkehrsinformationen, wissenschaftliche Publikationen oder Forschungsergebnisse. Bei Open Data handelt es sich aber nicht nur um Datenbestände von Regierungen oder öffentlichen Behörden, auch private Unternehmen, Hochschulen und Non-Profit-Einrichtungen veröffentlichen vermehrt entsprechendes Material.

Open Data

Obwohl sich die Nutzung von Open Data in der Schweiz noch im Entwicklungsstadium befindet, besteht ein klares Potenzial. Open Data können ein Instrument zum Abbau branchenübergreifender Informationslücken sein und die Unternehmensproduktivität und Informationsqualität erhöhen. Die Analyse und Verwendung von Open Data wird Verbraucherpräferenzen transparenter gestalten und ermöglicht massgeschneiderte Kundenbetreuung. Trotz aller ersichtlichen Vorteile und Nutzen für Kunden und Unternehmen haben Verbraucher noch immer Bedenken hinsichtlich ihrer Privatsphäre – auch dann, wenn die Anonymität gewährleistet ist.

Nachhaltiges Geschäftsmodell Open Data

Ein Anspruch von Open Data besteht darin, dass es möglich ist, ein nachhaltiges Geschäftsmodell darauf aufzubauen oder bestehende Geschäftsmodelle erfolgreich zu erweitern – denn gemäss der Open-Data-500-Studie der John S. & James L. Knight Foundation werden in fünf bis zehn Jahren Unternehmen, die Open Data für ihre Marktbearbeitung nutzen, die Regel und nicht die Ausnahme sein.

Erste Ansätze in der Schweiz

Auch in der Schweiz stellen Bund, Kantone, Städte, Behörden und Organisationen mittlerweile viele Daten zur Verfügung. Nicht nur auf dem Pilotportal des Bundes finden sich spannende Anwendungsbeispiele. In der Vergangenheit hat sich in unserem Land eine aktive Open-Data-Bewegung gebildet. Nationale Anlässe, sogenannte Hackdays, fanden dazu bereits in Zürich, Lausanne, Genf und Bern statt.

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An allen bisherigen Events trafen sich Konzepter, Designer, Softwareentwickler, Politiker und Bürger, Experten und Interessierte, um Open Data in der Schweiz weiterzubringen. Zusammen wurden nützliche Apps, Visualisierungen und Applikationen auf der Basis offen zugänglicher Datensammlungen von Schweizer Behörden und Unternehmen des öffentlichen Sektors entwickelt.

Vermehrt werden aber auch unternehmensintern Innovationsprojekte mit Open Data gefördert, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erforschen. Grosser Nutzen liegt dabei in der Kombination von Kundendaten, Open Data und freien Social-Media-Daten, welche sich der Vertrieb in seiner Kundenbearbeitung zunutze macht.

Neue Anwendungen

Mit der Verfügbarkeit von Open Data lassen sich externe Datenquellen sehr effizient einbinden. Die Kunst liegt darin, sie in den Zusammenhang der aktuellen Konstellation und Situation des Kunden zu bringen. Dazu werden die Informationen aus dem Kundendialog mit dem digitalen Fussabdruck ergänzt. Mittels eines analytischen Verfahrens wird eine Wahrscheinlichkeit für mögliche Vorlieben, Bedürfnisse oder Absichten kalkuliert, die sogenannten Predictive Scores.

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Die Stärke an diesem Verfahren liegt darin, dass der Kundendialog durch aktuelle Informationen wie etwa soziodemografische oder geocodierte Daten mit den Erkenntnissen im Gesamtkontext einer sich ändernden Lebenssituation des Kunden angereichert werden kann. Das Kundenerlebnis rückt damit in ein ganz neues Licht.

Swisscom wird Open Data selbst nutzen und auch als Service ihren Unternehmenskunden zur Verfügung stellen.