Ich gebe zu: Mein Mobile-Verhalten mag nicht total repräsentativ sein – aber immerhin bin ich der Beweis dafür, dass der User immer mobil ist. Denn arbeitet er auch am grössten PC, so ist er doch jederzeit auch am Taschencomputer (= Smartphone) ansprechbar.

Tatsächlich sitze ich sehr oft mit meinem Natel vor dem iMac, an dem sogar noch zwei weitere Monitore hängen, und erledige Arbeiten auf der knapp 90fach kleineren Bildschirmfläche des Handys – einfach weil es darauf schneller und komfortabler vonstatten geht.

Theta Screenshot

Einige dieser Verrichtungen sind:

Notizen erstellen
Einen Gedanken kann man problemlos an verschiedensten Orten festhalten; das grosse Problem stellt dann das Wiederfinden dar. Konsequent alles ins Handy tippen hilft sicherlich, zumal man es auch immer bei sich hat. Noch besser, wenn man dann noch eine App benutzt, die auch mit anderen Geräten synchronisiert. Ich starte Gedankenblitze oft im „iA Writer“ (für die Apple-Welt) oder – wenn auch andere Betriebssysteme einbezogen werden sollen – in „Evernote„. Und feile sie dann an einem grösseren Gerät aus.

Zum komfortableren Tippen habe ich meinen Smartphones eine Tastatur im Vollformat spendiert: Das Bluetooth-Keyboard von Apple, das sich problemlos mit jedem iOS-Gerät verbindet und dank der App „External Keyboard Helper Pro“ auch mit Androiden zusammenarbeitet.

Taschenrechner
Manchmal benutze ich den „Rechner“ im PC, manchmal gebe ich Rechen-Aufgaben in den Google-Suchschlitz ein (sehr praktisch bei Umrechnungen in andere Masseinheiten) – meist aber verwende ich denjenigen Taschenrechner, den man in die Tasche stecken kann: den im Handy.

Routenplanung und Fahrplan
Diese Informationen benötigt man letztendlich sowieso unterwegs. Dann kann man sie auch gleich auf einem portablen Gerät erstellen.

Termin suchen
Einen möglichen freien Termin für sich selber findet man im Kalender des Mobiltelefons fast immer schneller als am PC (das gilt natürlich nicht, wenn man dazu auch noch andere Leute einladen will und deren Verfügbarkeit abchecken muss).

Mail suchen
Wenn man verschiedene Mailkonten bewirtschaftet, also zum Beispiel geschäftliche und private, dann können diese auf dem Mobiltelefon in einem Rutsch und einfacher durchforstet werden.

Adressen eintragen
Adressangaben aus einer E-Mail überträgt man am einfachsten mit der Gratis-iApp „Copy2contact“ ins Adressbuch: alles kopieren, die App aufstarten – und schon hat sie alle Angaben in die richtigen Felder kopiert. Tippt man dann „Create New Contact“ an, schreibt sich alles ins Adressbuch rein.

Scannen
Seiten erfassen geht mit dem Smartphone meist schneller als zum Multifunktionsgerät zu laufen, das Dokument einzuscannen und dann an sich selber zu mailen oder auf einen USB-Stick zu speichern. Neuerdings erfasse ich alle meine Dokumente mit der Docsafe-App (iOS, Android) und lade die so generierten PDFs direkt in meinen eigenen Gratis-Cloudspeicher hoch. Der Tolle an der App ist, dass sie die Aufnahmen gleich noch perspektivisch entzerrt, so dass es nicht mal nötig ist, das Handy beim Abfotografieren völlig senkrecht über die Vorlage zu halten.

Selbstverständlich gibt es vieles, das sich mit grossem Bildschirm, richtiger Tastatur und schnellerem Prozessor effizienter erledigen lässt als mit einem Mobiltelefon. Aber wenn ich mich zwischen Desktop-PC oder Smartphone entscheiden müsste, weil man mir eines von beidem wegnähme, dann muss wohl das nicht-mobile Produkt über die Klinge springen. Denn heute schon gilt für mich oft: Was mobil nicht erreichbar ist, existiert für mich gar nicht.

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Und weshalb? (Bitte als Kommentar)