Swisscom Business Award 2014 – Finalist Universitätsspital Basel stellt sich vor

Nach den Finalisten Loeb, Schwyzer Kantonalbank, Manor und Fondazione Ticino Cuore stellt sich heute der fünfte Finalist, das Universitätsspital Basel, vor.

Das Universitätsspital Basel stellt sich vor:

usb

Das Universitätsspital Basel (USB) ist das grösste Gesundheitszentrum der Nordwestschweiz und gehört zu den führenden medizinischen Zentren der Schweiz. Die Versorgung der Patienten nach neuesten medizinischen Erkenntnissen, die Zufriedenheit der Patienten und Mitarbeiter sowie solide Finanzen stehen im Mittelpunkt des USB. Einige Zahlen für das Jahr 2013: 6‘334 USB Mitarbeiter, 33‘129 stationäre Austritte, 726 Betten, 11 Mio. CHF Jahresgewinn.

Ausgangslage

Mehr Zeit für den Patienten zu haben, statt fürs Lesen von Krankenakten zu verschwenden – davon träumen alle Ärzte. In zwei Pilotkliniken des Unispitals Basel wurde dieser Wunsch Realität. Dort sind die Ärzte heute mit einem Tablet ausgerüstet. Mühsames Herumblättern in Patientendossiers gehört der Vergangenheit an.

Lösung

In enger Zusammenarbeit mit Swisscom wurde eine eigene EMR-App (Electronic Medical Report) für Ärzte und Pflegende entwickelt. Mit einem Login erhalten sie Zugang auf Patienteninformationen wie Untersuchungsbefunde, Laborberichte und DICOM-Bilder. Der Arzt hat damit jederzeit alle relevanten Informationen zur Hand. Die Effizienz und die Behandlungsqualität konnten markant verbessert werden, so dass die App künftig im ganzen Spital eingesetzt werden soll.

Dr. Jens Jakscha im Interview

Unispital_Basel_Patient_Bett_Closeup

Was zeichnet gerade Ihre Lösung für den Swisscom Business Award 2014 aus?

Die enge Zusammenarbeit zwischen Swisscom und dem Unispital Basel (IT und Ärzte) bei der Zusammenstellung der Inhalte und der Parametrierung der App hat massgeblich zur heutigen Akzeptanz dieser mobilen Lösung beigetragen.

In Zukunft sollen weitere klinische Inhalte (z.B. Vitalparameter) und Funktionalitäten (Order/Entry, Anbindung von Zuweisern etc.) den Nutzen beim Einsatz der App noch erhöhen. Nach einer erfolgreichen Einführung kann das Unispital als Referenzprojekt für andere Schweizer Spitäler dienen.

Was bedeutet diese Nomination für Sie?

Wenn Patienten oder Kollegen anrufen, kann ich sofort mit Hilfe vom iPad Auskunft geben. Ohne eine aufwändige Suche nach Akten sehe ich stationäre und ambulante Berichte, histologische Befunde oder radiologische Untersuchungen. Das bringt eine grosse Arbeitserleichterung.

Darüber hinaus motiviert es mich, die Weiterentwicklung der App mit voranzutreiben und damit die vielen Vorteile mit meinen Patienten und Kollegen zu teilen. 

Wieso soll das Publikum beim Publikumsvoting gerade Ihrem Unternehmen die Stimme geben?

Die SAP EMR App ist eine innovative Lösung und ein erster Schritt in Richtung grössere Datenmobilität im Gesundheitswesen. Es entsteht ein vielfältiger Nutzen für verschiedene Berufsgruppen (Ärzte, Pflegende, Therapeuten) und für die Patienten. Da unterschiedlichste Daten immer und überall zur Verfügung stehen, werden Arbeitsabläufe effizienter und transparenter.

Das EMR bietet ein hohes Entwicklungspotential und kann an die Bedürfnisse von unterschiedlichen Abteilungen und Spitälern angepasst werden. Mit der Umsetzung dieses Projektes zeigt das Unispital seine grosse Bereitschaft zur Innovation und Prozessoptimierung.

Wie und wo würden Sie einen allfälligen Sieg feiern?

Im Personalrestaurant (Centrino). 

Wo würden Sie den Pokal hinstellen?

In die Computerschule im Rossetti, um die Kollegen bei den Schulungen zu motivieren.