Die schweizweit beste IPA in der Kategorie Mediamatik – Wir gratulieren!

Wie wir letztes Jahr bereits erläutert haben, endet jede ICT-Grundausbildung mit einer zweiwöchigen individuellen praktischen Arbeit, kurz IPA. Damit zeigen die Absolventen, dass sie während ihrer Ausbildung zu Fachleuten herangewachsen sind.

Die besten IPA’s der Schweiz haben die Chance auf eine Auszeichnung und dadurch auf einen zusätzlichen wertvollen Ausweis, der in jedem Bewerbungsdossier seine Wirkung hat. Dieses Jahr wurden 88 Arbeiten aus 26 Kantonen eingereicht. Die Zahl der Einreichungen pro Kanton ist limitiert, da nur eine Mindestnote von 5.5 in die engere Auswahl kommt. Anhand geheimer Kriterien haben 23 Experten aus allen eingereichten Arbeiten die 30 besten individuellen Praxisarbeiten selektiert, jeweils 10 pro Kategorie. Unterschieden wurden die 3 Kategorien: Informatik – Applikationsentwicklung, Informatik – Systemtechnik und Mediamatik.

Dieses Jahr führte die ICT-Berufsbildung Schweiz zum ersten Mal eine ICT Award Night durch. Nebst den Zertifikaten für die besten IPA’s wurden insgesamt sieben Awards verliehen: „Top-Schweizermeister“, „Bester Fachausweis“, „Beste individuelle Praxisarbeit (IPA)“ und „Bester Lehrbetrieb“ in den 3 Kategorien KMU, Grossunternehmen und Verwaltung/NPO. Unterstützt wurden diese Awards durch die Post, IFA Weiterbildung AG, swissICT, Swisscom AG und die Fernfachhochschule FFHS. Über 400 geladene Gäste aus der ganzen Schweiz nahmen am glamourösen Gala-Anlass teil.

Stolz dürfen wir an dieser Stelle verkünden, dass es vier Swisscom Lernende unter die besten 30 IPAs geschafft haben und eine Auszeichnung abgeräumt haben. Wir gratulieren Lukas Müller (Kategorie Informatik-Applikationsentwicklung), Raphael Husistein, Alessandro Boscarato und Fabienne Sterchi (alle in der Kategorie Mediamatik) ganz herzlich.

Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle die Arbeit von Fabienne Sterchi, die mit ihrer Arbeit sogar den grossartigen 1. Platz in der Kategorie Mediamatik belegt hat. Wir haben Fabienne diesbezüglich interviewt:

Liebe Fabienne, wir sind natürlich besonders stolz, dass Du mit Deiner Arbeit «Das Event-Team backstage – was steckt alles hinter einem Event?» den 1. Platz erreicht hast. Erzähl uns mal, worum es in Deiner Arbeit geht? Was war das Ziel?

Ich habe während der zweiwöchigen Projektzeit einen Simple Show Film erstellt. Dieser erklärt kurz und prägnant, wie die Organisation eines Events von A bis Z abläuft. Grund für dieses Thema waren die Unklarheiten über die Tätigkeit des Event Managers, sowie die stetigen Interessen von Schnupperkindern, Praktikanten und Mitarbeitern am Event Team. Das Ziel war grundsätzlich, Zeit einzusparen, indem man langwierigen Erklärungen dank des Films aus dem Wege gehen kann. Andererseits dient das Produkt auch als Glossary für jeden Event Manager, auf welches immer wieder zurückgegriffen werden kann.

Wie hast Du es umgesetzt?

Zuerst habe ich diverse interne und externe Event Manager interviewt und eine Informationsanalyse durchgeführt. Das vorhandene Material habe ich auf das Relevante gekürzt und in eine authentische und vollständige Story verwandelt. Im Filmkonzept habe ich die Eckpunkte der Produktion zusammengetragen, nahm den Sprechtext in einem Tonstudio auf und filmte die selbstgezeichneten Illustrationen. Schlussendlich schnitt ich die Rohdaten zu einem harmonischen, CI/CD konformen Produkt zusammen.

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Aufnahmen im Tonstudio. Christoph Graf alias Boris

Was war die grösste Schwierigkeit?

Zuerst machte mir der Projektplan ein wenig Bauchweh. Ich bin zwar ein Mensch, der strukturiert arbeitet, habe aber meine eigene Vorgehensweise. Doch während der Projektzeit durfte ich feststellen, dass sich die Planung nicht als lästig, sondern als praktisch erwies. Ich hatte das Projekt so gut im Griff und behielt den Überblick.

Ein weiterer Punkt war der hohe Eigendruck, den ich jeweils an mich stelle. Anfangs war ich mit dem gefilmten Material gar nicht zufrieden. Doch ich musste lernen, mit dem Vorhandenen das Beste rauszuholen und fokussiert weiter zu arbeiten. Schlussendlich entsprach das Resultat des Films dann trotzdem meinen Vorstellungen.

Schwierigkeiten konnten auch dank dem regelmässigen Austausch und der wertvollen Unterstützung meines Fachvorgesetzten, Marcel Rösch, vermieden oder kreativ gelöst werden.

Was hat Dir am meisten Spass gemacht?

Besonders die externen Tonaufnahmen waren eine tolle Erfahrung. Die Feinabstimmungen und Instrumente im Studio waren sehr interessant.

Was mir ebenso Spass machte, war die Produktion der Illustrationen. Ich arbeite sehr gerne grafisch und liebe es, komplexe Informationen einfach zu visualisieren.

Nicht zu vergessen ist natürlich der Moment, als ich die finalisierte und gedruckte Arbeit in den Händen halten durfte und an die Experten versandte. Zwei Wochen harte Arbeit auf 100 Seiten.

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Einrichtung Studio

Du bist nach Deiner Mediamatiker-Lehre Swisscom erhalten geblieben. Wo arbeitest Du jetzt? Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite nach wie vor im internen Event Team, wo ich das erstellte Glossary gleich selber einsetzen kann. Meine Aufgaben sind nun weniger multimedial und grafisch, ich darf hingegen Verantwortung übernehmen und Events selber aufgleisen. Vom Briefing bis und mit der Verrechnung gehört nun alles zu meinem Arbeitsalltag. Meine Kreativität findet in der Eventgestaltung oder bei kleineren Produktionen immer noch Platz, was ich sehr schätze. Die abwechslungsreichen Aufgaben und die super Zusammenarbeit im Team sind weitere Faktoren, die den Job ausmachen.

Vielen lieben Dank für das Interview und wir wünschen Dir weiterhin alles Gute.

Und Ihr, liebe Leser, dürft euch gleich selber von der individuellen praktischen Arbeit von Fabienne überzeugen: