The Largest Hackathon Switzerland Has Ever Seen

Ein Erfahrungsbericht über den grössten Hackathon der Schweiz: Die HackZurich.

Freitag, 16:00 Uhr. Rund 350 Programmierer, Designer, Hacker und Technologieinteressierte finden sich im Technopark in Zürich ein, um an der HackZurich ein Wochenende mit der Entwicklung von Ideen und Software zu verbringen. Unter ihnen bin auch ich. Wir sind alle gespannt auf das kommende Wochenende und wissen, dass uns hier 40 Stunden voller Challenges, Coding und sehr wenig Schlaf erwarten. Doch genau darauf freuen wir uns!

Einmal angekommen begebe ich mich schnurstracks zum Empfangstisch wo mir sofort auffällt, wie extrem gut organisiert dieser Event ist. Für die Teilnehmenden liegen bereits Goodie Bags und Namensschilder bereit und alles ist schon in vollem Gange. Da ich nicht als Teilnehmer per se den Hackathon besuche, sondern als Mitglied des Swisscom AppCloud Teams, welches zusammen mit Zühlke den Programmierern eine Challenge stellt, besuche ich als nächstes den Swisscom Stand und lerne schon in den ersten paar Minuten sechs neue Leute kennen, die ebenfalls Teil dieses grössten Hackathons der Schweiz sind.

Swisscom Team

Das Swisscom Team vor Ort

Opening Ceremony, unser Workshop und Diskussionen über Physik

Weiterhin auf dem Programm stehen Vorträge von erfolgreichen Unternehmern aus dem Silicon Valley, Workshops der Sponsoren und natürlich mehrere Tausend Zeichen Code. Die Opening Ceremony führt mir nochmals vor Augen, wie gross dieser Event eigentlich ist. Das gesamte Auditorium im Technopark füllt sich mit der (leider immer noch sehr männerlastigen) Teilnehmerschaar und es geht los mit einem Vortrag und ersten Informationen, die Lust auf diesen einzigartigen Event machen. Anschliessend finden sich die Teilnehmer in den Räumen für die Workshops ein und lernen mehr über die Challenges, mit denen sie sich während der kommenden Stunden beschäftigen werden.

Der Workshop von Swisscom und Zühlke gestaltet sich sowohl interessant als auch amüsant. Die Challenge “The Fast And The Furious” dieser zwei Unternehmen stellt eine Verknüpfung zwischen verschiedenen Elementen dar: Die physisch existierenden Autos einer Carrera Bahn, die von einem Beschleunigungs- und Gyrosensor auf dem Dach der Autos ausgelesenen Daten und die von den Teilnehmenden geschriebenen Applikationen, die in der Swisscom Cloud laufen und gemäss der Sensordaten die Autos steuern. Die schnellste Runde gewinnt schlussendlich und so werden von den Teilnehmenden viele Fragen gestellt, die nicht immer nur das Programmieren der Challenge angehen, sondern zum Teil auch physikalischer Natur sind. Glücklicherweise haben die beiden Präsentierenden unseres Workshops einen starken Physik-Background, was zu spannenden und lustigen Diskussionen über die Physik des Autos und der Bahn führen.

Auto mit Sensor

Eines der Carrera Autos der Swisscom/Zühlke Challenge

2.2 Tonnen Food und Snacks

Während dem Event soll es den Programmierern und Teilnehmern an nichts fehlen. Die Organisatoren haben keine Mühen gescheut um sagenhafte 2.2 Tonnen an Food und Snacks bereitzustellen. Ausserdem werden Schlafräume, Duschen und sogar City Tours durch Zürich angeboten, was den Programmierern bei Bedarf Abwechslung zur Arbeit an den Challenges bietet. Während der ersten Nacht gönne ich mir einen kurzen Powernap in einem der Schlafräume und bin trotz der beschränkten Dauer froh um diese kurze Erholung. Ich lege jedem Teilnehmer von zukünftigen Hackathons nahe, einen Schlafsack oder zumindest eine weiche Decke mitzunehmen. Da ich das leider versäumt habe, verbringe ich die kurze Nacht auf meiner zusammengerollten Jacke. Selber schuld!

HackZurich

Der Hackathon in vollem Gange

Mein Highlight

Ein Highlight für mich ist die Präsentation der erarbeiteten Ideen, die am Sonntagmorgen stattfindet. In einer gigantischen Messe versucht jede der Gruppen ihre Idee und deren Umsetzung an ihrem Tisch darzustellen und allen Interessierten vorzustellen. Ich begebe mich ins Getümmel und gebe mir Mühe, so viele Ideen wie möglich zu sehen und vor allem zu erleben. Die meisten Teams haben bereits fertige Prototypen ihrer Ideen und lassen diese gerne von Interessenten ausprobieren. Was mich besonders fasziniert ist das Projekt einer Gruppe, die mit ihrer Idee die Analyse von medizinischen Mikroskopbildern automatisieren wollen. Ich darf die sogenannte BioCloud testen und bin begeistert von den Möglichkeiten, die eine solche Lösung z.B. in der Krebsforschung bieten kann. Im Anschluss an diese Ideenmesse findet die Siegerehrung wiederum im grossen Auditorium des Technoparks statt.

An dieser Stelle möchte ich dem Gewinnerteam “Immersive”, welches sich mit Virtual Reality – die durch ein einfaches Smartphone erfasst und dargestellt werden kann – beschäftigt, sowie allen anderen Teams herzlich gratulieren! Die Teilnahme an der diesjährigen HackZurich hat mir extrem grossen Spass gemacht und ich hoffe, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können. Der Austausch mit all den innovativen und kreativen Menschen war für mich sehr spannend und eine Bereicherung sowohl meines persönlichen Netzwerks als auch meines Wissensstands und Unternehmergeists.