Drucken, lasern oder fräsen wir unsere Einrichtung in Zukunft selbst?

Durch unsere WG weht bereits ein Hauch von Zukunft – wie Daniel bereits darüber berichtet hat, wird bei uns eifrig verkabelt und vernetzt. Bereits folgen uns die ersten Elemente wie das Licht, ohne dass wir diese manuell ein- und ausschalten müssen. Bald können die Jetsons einpacken! Wie ihr auf unserem Instagram-Account bereits erkennen konntet, ist schon so einiges passiert. Während Daniel und Johannes die ganze Technik zum Fliegen bringen, entschied ich mich, die noch fehlende Einrichtungsgegenstände wie die Wohnzimmer- und Bürolampen zu beschaffen. Dafür überlegte ich mir einen ganz bestimmten Weg: ich will sie in einem Fablab drucken, lasern, fräsen oder sonst auf digitalem Weg produzieren und zwar eigenhändig!

Ich möchte hierbei auch gleich vorweg nehmen, dass ich weder schreinerisches, noch im Entferntesten handwerkliches Geschick besitze. Allerdings liess ich mich von meinen mangelnden Fachkenntnissen nicht abschrecken und machte mich in den Weiten des Internets schlau darüber, wie ich denn nun zu diesen Lampen komme. Nach einigen Stunden Geschmökere im Internet, wo ich auf ornamental geschmückte 3D-Druck-Modelle und eindrucksvolle Konstruktionen gestossen bin, entschied ich mich für ein gelasertes Modell.

Nun, um dieses Modell überhaupt produzieren zu können, braucht es das Design bzw. den Schneidplan für den Laserschneider, den ich zum Glück in Form eines PDFs zur Verfügung gestellt bekommen habe (Danke an Damian und Julia!). Somit hatte ich den Plan, allerdings benötigte es noch ein paar manuelle Eingriffe im Illustrator (gut, dass ich doch eine wenig was von Grafikprogrammen verstehe) und ich war ready!

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In einem weiteren Schritt brauchte ich natürlich noch die entsprechenden Platten, aus welchen die Lampen gelasert werden sollten. Ich entschied mich für eine naturfarbene 3mm MDF Platte – drei davon waren für weniger als 15 Franken im Baumarkt besorgt! Ausgestattet mit Macbook und drei MDF Platten unter dem Arm ging ich ins FabLab Zürich. Der dortige Lab Manager unterstützte mich bei der Datenaufbereitung und die Einspeisung in den Lasercomputer. Wie bei einem Heimdrucker konnte ich den Auftrag von meinem PDF via Druckauftrag erteilen. Erstaunlich!

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Nach nur 45 Minuten hatte ich drei ausgelaserte Lampen, welche ich dann zu Hause in wenigen Minuten zusammenstecken konnte. Zum Schluss musste ich nur noch die Fassung mit Textilkabel anbringen und die Lampe zusammen mit Johannes und Daniel aufhängen – fertig war die neue Wohnzimmer- und Bürobeleuchtung. Den Stolz des Eigenbaus gab es gratis dazu.

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Zusammenfassend war dies eine sehr erfüllende Erfahrung. Die digitale Fabrikation für den Heimgebrauch befindet sich zwar definitiv noch in den Händen von Geeks und Tüftlern und hat somit den Schritt zum Massentauglichen noch vor sich, allerdings schaffen solche Begegnungs- und digitale Werkstätten (wie beim FabLab Zürich, das für alle zugänglich ist) einen wichtigen Schritt in diese Richtung.

Wie steht es mit euch? Habt ihr schon Erfahrungen mit 3D Druck, Lasern und Fräsen? Was sind eure Erfahrungen?