Die Technik ist angekommen – erste Pläne liegen schon in der Schublade. Heute: Home Automation im Test

Home Automation ist mittlerweile vielfältig einsetzbar, z.B. als einfache Beleuchtungs- oder Heizungssteuerung, um den Wohnkomfort zu steigern, Heizenergie zu sparen oder eine Fernsteuerung zu realisieren. Als komplexere Haussteuerung ist es sogar möglich, zentrale Steuerungsfunktionen, Verknüpfungs- und individuelle Programmierungsanforderungen umzusetzen. Die Steuerung ist durch das Internet sogar von beliebigen Orten per Smartphone möglich. Die meisten Produkte sind schrittweise ausbaubar, es muss also nicht zu Beginn das komplette System gekauft werden. So ist ein kostengünstiger Einstieg in das gewünschte System möglich und bei Bedarf kann es weiter ausgebaut werden.

Smart house flat illustration concept

http://www.caroldochenrealtors.com/smart-home-technology/

 

Vergleich HomeMatic – FS20

Die erste Hürde war, Zugriff auf das uns zugeteilte Budget zu erhalten. Nach wenigen Rückfragen bei den verantwortlichen Personen erhielten wir die Erlaubnis, das von uns ausgesuchte Material zu bestellen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Nun entstand jedoch das nächste Problem: Was genau sollen wir bestellen? Auf dem Markt befinden sich aktuell eine Reihe verschiedener Heimautomatisierungssysteme wie zum Beispiel HomeMatic, FS20, HomeEasy oder FreeControl. Die ersten beiden wurden von uns bereits zu Anfang aufgrund der grossen Verbreitung favorisiert. Es stand daher relativ schnell fest, dass eines der beiden das Rennen machen wird. Die folgende Tabelle geht hierbei noch etwas genauer auf die einzelnen Unterschiede der favorisierten Systeme ein:

table

Grundsätzlich kann hierbei festgehalten werden, dass das FS20 System leicht günstiger und die verfügbaren Komponenten vielfältiger sind. Die wichtigsten Features wie Zeitsteuerung, Temperatursteuerung, Wandschalter, Jalousiesteuerung oder Umweltsensoren sind aber bei beiden Systemen vorhanden. Dennoch fiel in unserem Falle die Entscheidung zu Gunsten vom HomeMatic. Als ausschlaggebender Grund kam der vorhandene Rückkanal zum Tragen. Mit dem ist es der Zentrale möglich, eine Rückmeldung zu empfangen, nachdem beispielsweise eine Lampe eingeschaltet wurde. Ebenso kann aber auch der Status der Geräte aktiv abgefragt werden. FS20 hat hierbei zum Vergleich nur die Möglichkeit den Befehl “Lampe 1 – Ein” zu versenden, erhält aber keine Rückmeldung, ob das Signal wirklich angekommen oder verloren gegangen ist.

Erste Bestellung kommt ins Haus

Für den Start in unserer WG haben wir folgende HomeMatic Komponenten bestellt, um uns durch erste Tests einen besseren Überblick zu verschaffen.

  • Funk-Heizkörperthermostat
  • Funk-Innentemperatursensor
  • HomeMatic Zentrale CCU2
  • Homematic Lan Gateway
  • Funk-Wandtaster
  • Funk-IR-Bewegungsmelder
  • Funk-Tür-, Fensterkontakt

Bestellung

Vergleich Philips hue – Osram LIGHTIFY

Trotz dieser langen Liste mit tollen Gadgets fehlen noch ein paar Dinge. Dazu zählt vor allem eine komfortable Lichtsteuerung in der Wohnung. Eine der wichtigsten Bedingungen war hierbei, dass in die bestehende Hauselektrik relativ wenig eingegriffen werden muss und im Notfall, bei einem Ausfall des Homeautomatisierungsservers, ein konventioneller Betrieb mittels Lichtschalter möglich ist.
Zur Auswahl standen uns hier gleich zwei Systeme:

Beide Systeme sind vom Aufbau her relativ ähnlich und werden über eine Netzwerkbridge an den WLAN-Router angeschlossen, die dann mittels ZigBee die einzelnen Leuchten schalten kann. Der Anwender kann hier mittels einer Android / iOS App verschiedene Szenen oder individuelle Farb- und Helligkeitsstufen einstellen. Im Preis unterscheiden sich die Startersets bei gleichem Umfang an Leuchtmitteln nur leicht: CHF 230 für hue und CHF 280 für LIGHTIFY mit jeweils der Schaltzentrale und 3 Lampen.

Die Entscheidung ist gefallen:

Die Entscheidung fiel auf Philips hue, da eine offene, besser dokumentierte API zur Verfügung steht, mittels der die Integration in andere Systeme besser umsetzbar ist. Des Weiteren sind von Philips auch Komponenten wie die LivingColors oder Lightstrips, zusätzlich zu den Standard E27 Leuchtmitteln, erhältlich.

20141107_165216

Ausblick

Nachdem wir heute bereits eine grobe Richtung festgelegt haben, in die es gehen soll, ist fürs nächste Mal bereits vorgesehen, einen SmartHome Server auf einer entsprechenden mini Hardware zum Laufen zu bringen und erste Tests mit den Sensoren / Aktoren durchzuführen.

Konkret wird es sich hierbei um eine Evaluation des Banana Pi’s im Vergleich zum Raspberry Pi handeln. Um unsere Pläne zu realisieren, werden wir verschiedene OpenSource Projekte im Heimautomatisationsbereich evaluieren. Ziel ist es hiermit, Vorgänge wie z.B. das tägliche Einschalten des Lichts durch Sensoren und intelligente Regeln zu automatisieren. Falls ihr noch weitere Ideen habt, seid ihr natürlich herzlich eingeladen, uns diese mitzuteilen.