Swisscom, ein Unternehmen der zahlreichen Möglichkeiten

Ich bin neu in der Bloggerwelt, deswegen will ich mich ganz kurz vorstellen: Ich bin Inge, im ersten Leben HR Business Partner und im aktuellen Lebensabschnitt Head of Field Service. Beides bei Swisscom, beides leidenschaftlich gerne. Soweit klar?

 

Wieso Lebensabschnitt?

Inge FochtWeil ich seit Februar einen Stage in dieser Linien-Position absolviere. Ich darf 6 Monate ausprobieren, aus welcher Richtung der Wind im Business weht, wie unsere HR-Produkte und Dienstleistungen bei der Linie so ankommen und zudem gut 80 Mitarbeitende führen. Wer mich kennt weiss, dass ich zwar authentisch, kommunikativ und eloquent bin, weiss aber auch, dass ich mit meinen High-Heels nicht wirklich ins bodenständige Business des Field Services passe.

Und dennoch : ich habe die Chance bekommen und lerne jeden Tag Neues über die Menschen, die Schnittstellen, die Prozesse und die Zusammenhänge. Nun ja, seien wir ehrlich, die technischen Zusammenhänge – was hat ein  LAN-I mit einer Sonate Plattform zu tun? Wieso kann man TDM Plattformen nicht einfach migrieren? und sehr viel mehr… –  sind mir nach 3 Monaten noch immer nicht klar, aber ich gebe mir Mühe und habe den Vorteil, dass ich gelernt habe, Fragen zu stellen. Und ein zweiter (ge)wichtiger Vorteil ist, dass  alle bereitwillig versuchen, mir verständliche Antworten zu liefern, mich ernst nehmen und die Idee des Austausches nach anfänglicher Skepsis gut finden.

Feldarbeit in der Oltener ZentraleWer weiss was und warum?

Hören wir aus dem HR nicht immer wieder den Vorwurf, wir verstünden nichts vom Business? Und ist es nicht auch für HR manchmal schwierig, den Linien-Kollegen klar zu machen, warum das Einhalten gewisser Richtlinien hilfreich ist und weswegen die eine oder andere Guidance Sinn macht? Der Switch zwischen den Abteilungen kann hier helfen. Hinzu kommt, dass viele HR Abteilungen unter Druck der Linie krampfhaft versuchen eine Fachkarriere zu designen, während viele Fachkräfte krampfhaft nach einer solchen vorgegebenen Laufbahn schreien. Dann hiflt es doch, wenn es Unternehmen gibt, wie in meinem Fall Swisscom, in denen man bereichsübergreifend die Chance bekommt, den eigenen Horizont zu erweitern. Dies wird von den Führungskräften nicht nur toleriert, sondern auch akzeptiert und immer mehr sogar gefördert. Denn am Ende profitieren sie selbst von gut vernetzten Mitarbeitenden und dem etwas ausgebauten Business-Knowhow. Und findet der Mitarbeitende mal Gefallen an der neuen Position ist ein Wechsel auch möglich . Das erinnert mich an eine kürzlich gelesene Schlagzeile über Tinder: „Jeder dritte Tinder Nutzer ist verheiratet“J Auch wenn man verheiratet ist, in unserem Fall eher sich in einem Vertragsverhältnis befindet, kann man Gefallen an etwas Neuem finden, ohne gleich kündigen zu müssen. Ich kenne einige ähnliche Beispiele von Kollegen und ähnlichen Sidesteps und würde mir wünschen, dass es davon in Zukunft noch mehr gäbe. In den stark technisch getriebenen Positionen ist es eine Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, neue Technologien kennen zu lernen, die Zusammenhänge mit der eigenen Technik besser zu verstehen. By the way: Mein Pendant aus der Linie hat im selben Moment für den gleichen Zeitraum zu HR gewechselt und betreut nun Linienmanager aus HR Sicht. Wie ich höre, ist auch ihr „Experiment“ ein voller Erfolg und eine Bereicherung für alle.
Swisscom Netz

Es geht nicht ganz ohne Angst, Schweiss und …. Mut

Ja, ich weiss, es kostet Energie, man muss seine Komfortzone verlassen und sich auf neue unbekannte Abenteuer einlassen, verlässt den Kohäsionsfaktor Team und kommt als Fremdpartikel in ein neues Umfeld – gilt alles aus meiner Sicht nicht als Entschuldigung, denn wir erhalten die Chance, endlich Schmied unserer eigenen Karriere zu sein! Oder ist es die Angst vor der Eigenverantwortung, welche uns an mehr Experimentierfreudigkeit hindert… ? In diesem Sinne: freue mich darauf, von euren Abenteuern im Jobdschungel zu hören und wünsche allen die nötigen Portionen Mut und Spass am Ausprobieren.