Swisscom StartUp Challenge 2015 – ein Blick hinter die Kulissen

In der vergangenen Woche haben wir die 10 Finalisten der Swisscom StartUp Challenge vorgestellt. Doch wie sind wir auf diese Auswahl gekommen? Ich leite dieses Jahr die StartUp Challenge und möchte einen Einblick gewähren, wer sich für die Challenge beworben hat, wie wir bei der Auswahl der Finalisten vorgegangen sind und welche Herausforderungen noch anstehen.

Wer hat sich dieses Jahr zur StartUp Challenge beworben?

  • Themen: Es haben sich Start-ups aus allen in der Ausschreibung beworbenen Segmenten gemeldet: IT und Telekommunikation, Big Data, FinTech, eCommerce, Smart Mobility, eHealth, Media und Cleantech. Es gab keine eindeutigen Themen-Cluster, zu welchen wir besonders viele Bewerbungen hatten. Ich würde allerdings sagen, dass wir diesmal tendenziell eine hohe Anzahl an Start-ups mit Fokus Fintech hatten – was sicherlich mit einer erhöhten Aktivität in diesem Segment zu erklären ist, aber auch mit dem hohen Engagement von Swisscom in diesem Bereich.
  • Geographie: Die überwiegende Mehrheit der Bewerbungen kommt aus der Schweiz. Knapp 5% der Bewerbungen stammten aus anderen Ländern Europas, insbesondere Italien, Deutschland und Griechenland. Deutschschweiz und Westschweiz waren grob mit 60:40 vertreten, was sich diesmal auch bei den Finalisten widerspiegelt: Vier Finalisten kommen aus der Romandie und sechs aus der Deutschschweiz.
  • Reifegrad: Etwa 15% der Bewerbungen kamen von Start-ups, die noch nicht gegründet worden sind. Rund 60% der Start-ups haben die Gründungsphase abgeschlossen und beginnen nun mit der Produktentwicklung und der Markterschliessung; diese führen vielleicht bald ihre erste richtige Finanzierungsrunde durch. Die restlichen 25% sind Start-ups, deren Produkte schon validiert sind und die nun Wachstum anstreben.

Wie haben wir aus über 150 Bewerbungen die 10 Finalisten gekürt?

Wir haben uns auch dieses Jahr um einen sorgfältigen und fairen Prozess bemüht, in dem jede Bewerbung von mehreren Juroren bewertet wird. Jedes Jurymitglied hat 20-30 Bewerbungen angeschaut und daraus seine Favoriten bestimmt, mit welchen wir dann in unsere Jurysession gestartet sind. Dabei sind wir zusammen alle Favoriten durchgegangen und haben sie im Hinblick auf die Attraktivität des Business Cases und des potentiellen strategischen Bezugs zur Swisscom bewertet. Die Jury ist fachübergreifend zusammengesetzt – so waren auch in der Diskussion jeweils Experten zu praktisch allen Themen vertreten. Wir haben iterativ die 10 Finalisten bestimmt, die am 14. August 2015 persönlich in Zürich pitchen werden, um die fünf Gewinner zu ermitteln. Ich persönlich finde die Mischung diesmal sehr gelungen: Es geht von eHealth über Big Data bis hin zu Fintech. Schon ein ziemliches Spektrum!

Welche Herausforderungen gibt es bei der Organisation der StartUp Challenge?

Dieses Jahr haben wir die  StartUp Challenge schon zum dritten Mal durchgeführt. Wie in den früheren beiden Jahren haben wir auch diesmal wertvolle Dinge gelernt.

Die Organisation ist mittlerweile ziemlich eingespielt und das Konzept steht. Sportlich bleibt es weiterhin, die Qualität der Begutachtungen aller Bewerbungen in der gegebenen Frist sicherzustellen. Denn diese Aufgabe, welche von den Juroren die höchster Sorgfalt beansprucht, fällt ihnen zusätzlich zu ihrer „normalen“ Swisscom-Arbeit an. Nachdem die Finalisten nun feststehen, geht es bei uns mit der Organisation der Folgeevents weiter: Derweil sind wir dabei, das Event mit den 10 Finalisten zu organisieren.

Der Ablauf der diesjährigen Swisscom StartUp Challenge

Der Ablauf der diesjährigen Swisscom StartUp Challenge

Ab Mitte August kommt dann die zweite grosse Herausforderung: die Vorbereitung und Organisation der Reise ins Silicon Valley. Wir haben den Anspruch, dass es für die fünf Gewinner jeweils eine individuell zugeschnittene Roadshow gibt: Individuelle Ziele, darauf abgestimmte Meetings mit möglichen Kunden, Technologiepartnern und Investoren. Hier helfen uns natürlich das Netzwerk unseres US Outposts sowie die Kontakte, die wir über die grossen Anbieter und über Swisscom Ventures in die Investorenszene haben. Erfahrungsgemäss wird aber die Zeit von Mitte August bis Mitte Oktober noch die eine oder andere Überraschung bereithalten (Stichwort: Kurzfristige Umplanungen), bis wir schliesslich das konkrete Programm festgelegt haben und losfliegen…