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Innovation Culture Model – eine Einführung

Ein weisses Blatt Papier starrt dich an. Neben dir sitzen Kollegen, die so aussehen, als würden sie auch nicht ganz wissen, worum es hier geht. Sie hören eine Stimme: “Also Leute, heute heisst es ganz tolle Ideen generieren, Think out of the box, gell! Ich will was ganz Neues, echte Innovation, kommt Leute, das kann jeder!“ Das weisse Blatt Papier starrt dich weiter an, und die Ideen, diese ganz tollen Ideen wollen einfach nicht sprudeln…

Einige von uns haben so eine Situation wohl schon mal erlebt. Was kommt bei solchen Workshops raus? Das Spektrum liegt zwischen „nichts“ und „als Idee getarnte Verbesserungsvorschläge“. Aber echte innovative Ideen? Habe ich noch nicht erlebt. Warum ist das so? Was braucht es, damit es diesen Funken für echte Innovation gibt? Wie haben es alle anderen gemacht? Passieren einfach Wunder? Oder lag es am Raum? Am Moderator? Am Papier? Die Antwort darauf ist: nein.

Es liegt an der Kultur des Unternehmens. Diese beinhaltet all diese Gesetze, die jeder kennt, aber in den meisten Fällen nirgends geschrieben werden. Und wenn sie geschrieben werden, dann stimmen sie oft nicht mit der gelebten Kultur überein. Wir glauben, dass die Kultur der stärkste Treiber von Innovation im Unternehmen ist. Was passiert also, wenn die Kultur keine Innovation ermöglicht? Dann braucht es etwas Neues. Innovationskultur.

Warum sprechen wir als Swisscom über Innovationskultur? Weil wir uns zu einer Kultur der Innovation verändern. Um dies zu verstehen, springen wir ein paar Jahre in die Vergangenheit.

Damals wurde Swisscom als ein rein technologisches Unternehmen wahrgenommen. Der Fokus unserer Produkte war klar auf der Technologie. Damit konnten wir uns aber nicht mehr differenzieren. Deshalb mussten wir umdenken: Was wäre, wenn wir nicht die Technologie, sondern den Menschen in den Mittelpunkt bringen würden? Und so Produkte und Dienstleistungen entwickeln würden, die für die Menschen einen Sinn ergeben und ein tolles Erlebnis bieten?

Was in der Theorie logisch klingt, war aber in der Umsetzung gar nicht so einfach. Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und in Erlebnissen zu denken, bedingt eine komplett andere Haltung. Eine andere Art zu denken und zu arbeiten. Diese Haltung kennen wir als Human Centered Design.

Um diese Haltung einnehmen zu können, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Mit unserer Erfahrung, unseren Erfolgen und Learnings aus Misserfolgen haben wir ein Modell erstellt: Innovationskultur.

Innovationskultur schafft also die Bedingungen, damit alle im Unternehmen menschenzentriert arbeiten können. Und so sieht unser Innovationskultur Modell aus:

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Im Zentrum stehen Sinn und Zweck der Innovationskultur. Einfach gesagt, die Frage „Warum“ ein Unternehmen innovativ sein soll. Eine Innovationskultur entsteht dann, wenn die verschiedenen Ebenen im Gleichgewicht sind. Fehlen gewisse Ebenen, führt dies zu Problemen wie z.B. zu Mitarbeitenden, die das Gefühl haben, orientierungslos zu sein. Der Grund dafür können fehlende Strukturen oder Prozesse sein.

Was kann oder soll ich jetzt machen, fragst du dich? In diesem Blog werden wir jede Ebene des Modells unter die Lupe nehmen und am konkreten Beispiel von Swisscom zeigen, welche Erfahrungen wir gemacht haben und welche konkreten Massnahmen die Implementierung der Innovationskultur unterstützen.

Der nächste Beitrag dieser Serie erscheint am Dienstag, 22. September.


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