Wie die App Flatastic das WG Leben vereinfacht

Warum wir uns für die WG App Flatastic entschieden haben, wie sie unser Leben vereinfacht und was einer der Gründer bei Kaffee & Kuchen in der ICT-WG dazu sagt.

Als Abi, George und ich vor rund 5 Monaten in die Swisscom ICT-WG einzogen, mussten wir wie jede andere neu gegründete WG erst einmal Abmachungen treffen und gewisse Bereiche des Zusammenlebens wie Einkaufen, Putzen, Entsorgen etc. regeln. Wir waren uns sofort einig, dass dafür nur eine digitale Lösung infrage kommt, weswegen wir uns verschiedene Apps angeschaut haben.

WG Apps
Dabei war uns wichtig, dass die App über eine gemeinsame Einkaufsliste verfügt, wir unsere WG Finanzen darüber abwickeln können und ein Putzplan erstellt werden kann. Nach ein wenig googeln haben wir unzählige Apps gefunden, welche jedoch meist nur über eine der genannten Features verfügten. Näher betrachtet haben wir FlatMate, Flatastic und Fairshare. In FlatMate werden die Ausgaben sehr übersichtlich dargestellt, jedoch fehlt der Putzplan. Flatastic und Fairshare sind beide in Deutsch und Englisch erhältlich, verfügen über dieselben Features und werden jeweils im Apple App Store und Google Play Store angeboten. Flatastic verfügt zusätzlich über eine WebApp, was jedoch für uns nicht ausschlaggebend war. Schlussendlich haben wir uns für Flatastic entschieden, da die App einfach und übersichtlich aufgebaut sowie intuitiv zu bedienen ist. Die Macher haben sich auf das Wesentliche konzentriert und alles andere weggelassen. Dies fiel insbesondere nach einem Vergleich mit der Fairshare App auf, welche sehr auf Gamification setzt. Beispielsweise fragt die App nach dem Eintragen eines Einkaufes wie lange dieser gedauert hat und verteilt dafür Punkte, was für uns ein bisschen too much war.

Tabelle

Flatastic
Nach dem Download der App habe ich innerhalb weniger Sekunden eine WG angelegt sowie Abi und George eingeladen. Ab diesem Zeitpunkt konnten wir Produkte auf die gemeinsame Einkaufsliste setzen. George hat beispielsweise Milch eingetragen und ich habe diese dann eingekauft sowie in der App abgehakt. Im Anschluss habe ich das Feature Finanzen geöffnet und einen neuen Eintrag namens Milch angelegt. Im selben Moment sahen Abi und George, dass sie mir je 1/3 der Ausgaben schulden. Im Putzplan hat Abi Aufgaben wie Küche putzen, deren Häufigkeit sowie wer wann  an der Reihe ist, festgelegt. Seitdem erinnert mich die App jeweils wöchentlich was ich zu putzen habe. Das letzte Feature ist die Chatfunktion, welche wir jedoch nicht verwenden. Weitere Infos zur App finden sich auf der Flatastic Webpage.

Malik (Gründer von Flatastic) @ ICT-WG
Zufälligerweise kennt meine Swisscom Gotte Malik – einen der vier Gründer von Flatastic. Sie hat uns einander vorgestellt und ich habe ihn in die ICT-WG eingeladen. Als Malik dann zu Kaffee & Kuchen vorbeikam, stellte sich sogar heraus, dass er in Bern aufgewachsen ist und nicht unweit von unserer Wohnung das Gymnasium besucht hat. Malik bringt viel WG Erfahrung mit und hat sich irgendwann gesagt, dass es im 20. Jahrhundert doch nicht sein kann, dass die WG Ausgaben noch mit Stift und Papier abgerechnet werden müssen. Dass das Bedürfnis nach einer solchen App vorhanden ist, zeigt der grosse Erfolg der App. Auch zwei Jahre nach dem Launch registrieren sich immer noch ca. 2’000 WG pro Woche und dies obwohl Flatastic kein Marketing betreibt. Da sich Malik und wir mit der WG der Zukunft beschäftigen, hatten wir viel zu diskutieren. Mich hat besonders Maliks Einschätzung interessiert, ob und falls ja wie sich das WG leben durch die Verwendung der App verändert. In seinen verschiedenen WG hat Malik festgestellt, dass Probleme meistens entstehen, wenn man nicht über etwas spricht. Flatastic ist ein zusätzlicher Kommunikationskanal, wodurch dem entgegengewirkt wird. Dies ist insbesondere bei uns Digital Natives der Fall, da wir für verschiedene Bereiche des Alltags unterschiedliche Kanäle wie Whatsapp, SMS oder Facebook verwenden. Während dem Besuch in der ICT-WG hat Malik zudem interessiert unseren Ideen zugehört, wie wir die App weiterentwickeln würden. Beispielsweise wünschten wir uns einen Duschplan (vgl. Foto auf Instagram), die Einbindung einer Zahlungslösung wie paymit oder die Integration von Hardware. Eine Idee wie die App langfristig monetarisiert werden kann, hatten wir leider auch (noch) nicht. Wir sind jedoch gespannt, wie Malik und sein Team die App weiterentwickeln.

Foto 05.02.16, 17 18 56

Update 29. Februar 2016
Das Fairshare Team bittet ihre User auf ihre zweite App (OurHome) zu wechseln, da Fairshare per 10. März 2016 eingestellt wird. OurHome verfügt bis auf die die Buchhaltungsfunktion über dieselben Funktionen wie Fairshare.