Sharing is caring – auch für zukünftige Arbeitskräfte

Eine Kohorte sehr gut ausgebildeter, junger und selbstbewusster Hochschulabsolventen betritt seit geraumer Zeit den Schweizer Arbeitsmarkt. Sie wissen genau, was sie wollen und stellen Forderungen zu Arbeitsbedingungen und -zeiten. Unternehmen sind gefordert, genau diese Talente für sich zu gewinnen und sehen sich dem Druck ausgesetzt, Massnahmen zu entwickeln, um genau diese Talente langfristig an ihr Unternehmen zu binden. Die Zeiten lebenslanger Loyalität zu genau einem Unternehmen sind vorbei. Buzzwords wie Work-Life-Balance, flexibles Arbeiten und Ferienkauf überfluten aktuell die HR-Kanäle. Aber reicht das aus, um den Geschmack der Generation Y zu treffen?

Was, wenn wir den Sharing Economy Ansatz, die Überlegungen um die heutigen Uber’s und Airbnb‘s etwas weiter spannen und in einen HR-Kontext setzen? Warum nicht neben Gütern und Dienstleistungen künftig auch die Arbeitskräfte und ihre Skills teilen? „Sharing is caring“, right? Laut einer Studie von Deloitte gehen 25 Prozent aller erwerbstätigen Arbeitskräfte heute schon projektbasierten und temporären Arbeiten nach und agieren bereits als Freelancer. Tendenz steigend. Der Arbeitsinhalt steht im Vordergrund und wird immer wichtiger, wobei das Unternehmen immer mehr in den Hintergrund rückt.

Gemeinsam mit Zühlke Engineering und AXA Winterthur haben wir dieser Entwicklung mit einem neuen Programm Rechnung getragen. Das Cross Company Programm bietet jungen Data Scientists die Möglichkeit, innerhalb von 12 Monaten alle 4 Monate das Unternehmen zu wechseln und das Wissen und die Expertise im Bereich Big Data zu vertiefen.

Bild Programm def

Bild: Rotationsmodus des Crosscompany Program’s

 

So können die Unternehmen gegenseitig vom erworbenen Wissen der Absolventen im Big-Data-Umfeld profitieren.

ProjektleiterInnen

Bild: Die Projektleiterinnen Sabrina Stefanelli (Zühlke Engineering), Caterina Oliva (Swisscom AG), Nadja Lienhardt (AXA Winterthur) Tulu Hamidi (Swisscom AG), Sandra Gerber (AXA Winterthur) (v.l.n.r).

Der Fachkräftemangel betrifft uns alle. Aus einem gemeinsamen Bedürfnis tritt eine gemeinsame Lösung hervor. Das Silo-Denken und horten von guten Mitarbeitenden ist ein Konzept, das meiner Meinung nach ausgedient hat. Ich bin gespannt, wie das Programm bei Hochschulabsolventen ankommt und ob wir dieses vielleicht auch in anderen Geschäftsbereichen anbieten können.