IT Future Day – quo vadis, Next Generation?

Die Berufsbildung bei Swisscom zeichnet sich dadurch aus, dass die Lernenden selbstverantwortlich in eigens akquirierten Projekten arbeiten und sich dabei relevante Kompetenzen für den Beruf aneignen können. So kann Swisscom die Next Generation optimal auf die Herausforderungen der digitalisierten, flexiblen Arbeitswelt der Zukunft vorbereiten. Um das Ausbildungsmodell noch besser an die Bedürfnisse der Lernenden anpassen zu können, fand am vergangenen Freitag der IT Future Day statt, wo sich die Lernenden nebst spannenden Referaten selber in Workshops einbringen konnten.

Freitag, 08:51 Uhr, Swisscom Auditorium, leer. Die Ruhe vor dem Sturm – denn keine halbe Stunde später war der Saal mit über 160 Informatik Lernenden (Way-up) und PiBSlern gefüllt. Begrüsst wurden die Anwesenden von der sympathischen Moderatorin Tulu Hamidi, welche gekonnt durch den Tag führte. Obwohl sich alle zu Schweizerdeutsch bekannten, streckten bei ihrer Frage, ob jemand kein Berndeutsch verstehe, doch einige die Hände in die Höhe – schnell wurde klar, dass es sich bei diesen Swisscom Lernenden um ein lustiges Völkchen handelte.

Ruhe kehrte ein als Marc Marthaler, Head of Next Generation, schon mit seinen ersten Worten aufzeigte, weshalb Swisscom die Förderung der Lernenden dermassen am Herzen liegt: Immer noch sei es der Mensch, der die Ziele und die Grenzen der Technologie absteckt. Auch Michel Haueter, Head of Region East bei NEX, betont, dass Swisscom enorm im Wandel sei und sich von der klassischen Telco hin zu einem Informatikunternehmen bewege. Deshalb möchte er zusammen mit den Lernenden an deren IT-Ausbildung arbeiten. Denn: „Wer weiss besser, was gewünscht wird, als ihr?“ Es reiche nicht aus, nur hart zu arbeiten, um den Markt führen zu können, sondern: „Wir brauchen Ideen – wir brauchen euch. Denn wir haben viel zu tun!“

Egon Steinkasserer

Welche Herausforderungen auf uns zukommen werden, zeigt unser Head of Innovation, Egon Steinkasserer, auf, welcher mit seinem breiten Südtiroler Dialekt die Sympathie des Publikums auf Anhieb gewinnt. Den jugendlichen Techies macht er Mut und meint: „Wir haben das beste Netz, auch wenn Connect glaubt, dem sei nicht so.“ Dennoch betont er die Wichtigkeit der fortwährenden Innovation. Die traditionellen Strukturen würden nicht mehr ausreichen, um die Leistung bei einem Failover sicher zu stellen. Erforderlich sei ein „ameisenhaufenähnliches“ System, welches auch weiterläuft, wenn 10-15% der Ameisen ausfallen würden.

„Wir wollen weg von den grossen monolithischen Strukturen und hin zu Systemen mit kleinen Bausteinen.“ Egon Steinkasserer, Head of Innovation, Swisscom

Damit leitet er direkt zu den grossen Transformationsthemen über, mit welchen sich Swisscom beschäftigt. Ob All IP, Cloud Transformation, DevOps oder Wireline/Wireless – Egon ist sich sicher, dass die Anwesenden dazu einen entscheidenden Beitrag leisten werden. Zu den Jugendlichen meint er: „Je mehr Wissen ihr habt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr einen coolen Job kriegt.“ Und ermahnt sie, den theoretischen Teil nicht zu vernachlässigen. „Der Pain im technologischen Umfeld ist, dass sich alles die ganze Zeit verändert – also vergesst die theoretische Basis nicht, denn die wird euch helfen.“

Stühle stapeln nach Programmiercode

Sogar für das Aufräumen der Stühle wurde Wissen vorausgesetzt – um Platz zu schaffen, mussten die rund 200 Stühle nach vorgegebenem Programmiercode gestapelt werden. In den anschliessenden Mini-Workshops ging es darum, sich untereinander besser kennen zu lernen und gleichzeitig NEX bei der Ausgestaltung des Lehrprogrammes zu unterstützen. Nicht nur die Frage wie die Lernenden einfacher zu ihren Projekten kommen könnten, sondern auch wer der angekündigte Special Guest sein würde, stand im Zentrum. Ein junger Herr meint selbstbewusst: „Ich könnte mir schon gut vorstellen, dass der Urs Schäppi noch vorbeikommt.“

Programmiercode_Stühle

Nach der Mittagspause liegt Spannung in der Luft – alle sitzen auf ihren Stühlen und warten auf den angekündigten Besuch. Dieser lässt nicht lange auf sich warten, betritt den Raum und begrüsst die Anwesenden mit den Worten „Wow, so viele Informatik Lernende. Ihr seid die Zukunft von Swisscom!“ Wer könnte das sein? Jawohl, die Prophezeiung des optimistischen Lernenden hat sich erfüllt: Hallo Urs. Das Publikum freut es und unser CEO zeigt mit lustigen Anekdoten auf, wie sehr sich unsere Welt immer mehr vernetzt: „Man kann ja auch schon mit der Tastatur sprechen und zum Beispiel sagen: Ich will Desperate Housewives schauen!“ Nach Gelächter im Saal unterstreicht er, wie wichtig es sei, in dieser Softwarewelt Innovationen voranzutreiben und dem enormen Wachstum des Datenverkehrs gerecht zu werden. Kein Unternehmen in der Schweiz sei besser positioniert, um diese Veränderungen zu meistern. Auf die Frage aus dem Publikum, ob Urs die CEO’s von Salt und Sunrise persönlich kennen würde und was die Gesprächsthemen seien, meint er mit einem Zwinkern: „Hmm ja, wir sprechen manchmal darüber, wie wir die Preise gestalten könnten. Aber zum Teil haben wir auch gemeinsame Interessen.“

„Der Kerntrend ist, dass alles immer günstiger werden muss. Doch wie viel geben wir pro Monat für Kaffee aus? Viele bestimmt so um die 50 bis 60 Franken. Aber niemand beklagt sich über Kaffeepreise. Und das ist unsere Challenge.“ Urs Schäppi, CEO Swisscom

Mit Swisscom durchstarten

Nach einer spannenden Fragerunde waren die Lernenden an der Reihe: In themenspezifischen Workshops wurden Lösungen erarbeitet und Prototypen gebaut. So lernten sie mehr über die ICT-WG und konnten Ideen für neue Innovationen einbringen. Im Bewerbungsworkshop, im Slack-Workshop und im Informatik Take-off wurde rege diskutiert und der Horizont erweitert. Auch um aktiv als interne und externe Ambassadoren aufzutreten und andere Jugendliche von der Lehre bei Swisscom zu überzeugen, erhielten sie nützliche Tipps.

Lernende

Inmitten dieses munteren Workshop-Betriebs hielten zwei Jungs alle Fäden in den Händen. Nico Schönbächler, Betriebsinformatiker im 2. Lehrjahr und Roman Ackermann, Applikationsentwickler im 3. Lehrjahr, hatten bei der Organisation dieses Events tatkräftig mitgeholfen und ziehen am Ende des Tages ein sehr positives Feedback. So meint Nico: „Dieser Tag wurde initiiert, damit wir NEX bei den aktuellen Herausforderungen in der Informatikausbildung unterstützen können. Und ich glaube, das ist uns sehr gut gelungen.“

Gerade durch das Beispiel dieser beiden engagierten Lernenden wird das grosse Plus, welches das Ausbildungsformat bei Swisscom vorweist, nochmals  hervorgehoben: Die geforderte Eigeninitiative. Wie Urs Schäppi zuvor so schön sagte: „Wenn ihr in eurem Leben weiterkommen wollt, müsst ihr euch engagieren.“ Und Swisscom bietet dafür die beste Grundlage. Willkommen im Land der Möglichkeiten.