Lumira 2.0 – Analytics der neuen Generation?

Die Ankündigung Mitte 2016 seitens SAP, die Business Intelligence Tools Lumira und Design Studio unter dem Namen Lumira 2.0 zu vereinen weckte vielerorts hohe Erwartungen. Seit August nun ist das Tool offiziell verfügbar – Grund genug die Software in diesem Blogeintrag einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Die Ankündigung Mitte 2016 seitens SAP, die Business Intelligence Tools Lumira und Design Studio unter dem Namen Lumira 2.0 zu vereinen weckte vielerorts hohe Erwartungen. Seit August nun ist das Tool offiziell verfügbar – Grund genug die Software in diesem Blogeintrag einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vorneweg: Lumira 1.x ist ein Self-Service Tool für Business User zur Datenanalyse sowie zum intuitiven Erstellen einfacher Visualisierungen. Gerade diese Simplizität erlaubt die Nutzung der Software ohne vertiefte IT-Kenntnisse, jedoch ist dadurch auch die Funktionalität entsprechend eingeschränkt. Design Studio 1.x hingegen richtet sich vorzugsweise an IT/Power User, welche für den Fachbereich gemäss Vorgaben komplexe Enterprise Dashboards bauen können. Grösste Wettbewerber für Lumira 2.0 sind Lösungen wie Qlikview, Tableau oder auch Power BI von Microsoft.

 

Was ist neu?

Die augenscheinlichsten Neuerungen vorneweg: Lumira 1.x heisst neu Lumira Discovery und Design Studio 1.x beansprucht in Zukunft den Namen Lumira Designer für sich. Beide Tools erhalten mit dem Upgrade einige wenige visuellen Veränderungen. Discovery richtet sich weiterhin an den Business User aus dem Fachbereich zur Erstellung von ad hoc Analysen und Datenvisualisierungen während Designer noch immer für den IT/Power User gedacht ist. Diesem soll Designer das Erstellen komplexer Dashboards und die Publikation analytischer Applikationen ermöglichen. Soweit so unspektakulär. Jedoch bringt uns dieses Ansprechen zweier Endnutzer auch direkt zum entscheidenden Vorteil des neuen Release: Das bisweilen wichtigste Schlagwort, welches im Zusammenhang mit Lumira 2.0 fällt ist die sogenannte Interoperabilität. SAP führt Lumira und Design Studio in einem „ONE product with TWO user interfaces“ approach zusammen. Beide Tools basieren neu also auf demselben Dateiformat und derselben Laufzeit-Komponente. Diese gemeinsame Basis ermöglicht eine engere Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und IT. Die ehemalige Entweder-Oder-Entscheidung wird somit hinfällig. Im Use Case kann also der Business User mittels Discovery Stories bauen, welche der IT/Power User nahtlos und vor allem weitestgehend automatisch in die Designer Umgebung übernehmen kann. Die Stories können dann entsprechend zu Enterprise Dashboards erweitert und auf einer BI Plattform publiziert werden. Des Weiteren wird dieser Prozess neu auch in die umgekehrte Richtung funktionieren, wenn auch nur limitiert, da Designer mächtigere Funktionen beinhaltet als Discovery. Vom Power User gebaute Dashboards können vom Business User in Discovery integriert und individuell angepasst werden. Diese Funktionalität wird mit dem Slogan „Customized Discovery Experience“ angepriesen.

Auch innerhalb der einzelnen Tools gibt es nützliche Verbesserungen, so erhält Discovery neu eine Live Anbindungsmöglichkeit an BW oder HANA (OLAP Funktionalität wird unterstützt). Das manuelle herunterladen und anschliessende einspeisen in Lumira 1.x wird somit obsolet, auch wenn diese Funktionalität mit Discovery natürlich weiterhin unterstützt wird. Das in Lumira 1.x übliche Hin- und Herspringen zwischen dem Visualisierungsraum und dem Storyboard gehört nun ebenfalls der Vergangenheit an, alle Tätigkeiten können direkt auf einer Oberfläche erledigt werden. Alleine die Datenaufbereitung bleibt in einem separaten Tab. Visualisierungen mittels Geo Maps können neu auf mehreren Ebenen geschehen, somit kann innerhalb der Karte beispielsweise auf Landesebene ein Drill Down vorgenommen werden auf Ebene Stadt. Dank sensitivem Kontextmenü über Rechtsklicks und der Möglichkeit erstellte Visualisierungen frei auf der Oberfläche zu platzieren und in der Grösse anzupassen wird das Erstellen von grafisch ansprechenden Stories weiter vereinfacht.

Lumira Designer erhält seinerseits ebenfalls erweiterte Funktionalitäten. So ist es neu beispielsweise möglich ohne tiefergreifende CSS Kenntnisse ein adaptives Dashboard zu bauen, welches sich automatisch an die Bildschirmgrösse des Endgerätes anpassen kann, sei es Laptop, Tablet oder Smartphone. Zusätzlich erhalten ehemalige Design Studio Nutzer mit Lumira Designer neue Möglichkeiten Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und auch Offline zu nutzen indem entsprechende Daten via Discovery in der Velocity Engine gespeichert werden können.

Die neue Architektur baut auf der ursprünglichen Design Studio Engine auf
 

Abwärtskompatibilität?

Viele aktuelle Nutzer von Lumira 1.x und Design Studio 1.x haben bereits erhebliche Investitionen getätigt, weshalb die Frage nach der Abwärtskompatibilität von Lumira 2.0 entsprechend essentiell ist. Grundsätzlich lässt SAP verlauten, dass sämtliche Design Studio 1.6 Applikationen unter Lumira 2.0 in einem Kompatibilitätsmodus aufgerufen werden und weiterhin mit Design Studio 1.6 Funktionalität bearbeitet und abgespeichert werden können. Weiterhin können bestehende Design Studio 1.6 Applikationen auch konvertiert werden, um die neuen Lumira 2.0 Funktionalitäten zu nutzen. Für Stories, welche noch unter Lumira 1.31 erstellt wurden soll mit dem Systemupgrade automatisch eine Konvertierung in Lumira 2.0 Discovery kompatible Stories durchgeführt werden. Support für Design Studio 1.6 dürfen Benutzer noch bis Mitte 2018 erwarten.

 

Fazit:

Mit Lumira 2.0 hat SAP einen wichtigen Schritt getätigt gegenüber anderen Anbietern im Bereich Self-Service Business Intelligence wie Qlikview oder Tableau – insbesondere die Live Anbindung von Lumira Discovery an BW hat das Potenzial zu einem game changer zu werden, sofern im BW implementierte Hierarchien auch mittransportiert werden. Schaut man sich die Roadmap für Lumira 2.0 an, so warten in Zukunft noch einige bedeutsame Updates wie beispielsweise die Möglichkeit Live Daten mit lokalen Daten zu verbinden oder auch Interoperabilität mit Business Objects Web Intelligence. Des Weiteren darf gesagt werden, dass besonders die Interoperabilität zwischen den beiden Clients nach ersten Tests bestens funktioniert und äusserst praktisch ist. Durch bereits erwähnte sensitive Kontextmenü sowie grafische Anpassungen wurde insbesondere Lumira Discovery im Vergleich zu Lumira 1.x nochmal deutlich intuitiver in der Handhabung, was für den Business User eine entscheidende Verbesserung darstellt. Die Business Intelligence Umgebung bleibt also spannend. Und jetzt ab in die Kommentare – gerne möchte ich eure ersten Erfahrungen zu oder auch Erwartungen an Lumira 2.0 hören. Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ist SAP der grosse Wurf gelungen? Lasst es mich wissen.

 

 

 

Lumira 2.0 – the „next big thing“?

SAP’s mid 2016 announcement to converge the Business Intelligence tools Lumira and Design Studio under the common name Lumira 2.0 has raised high expectations. As of August 2017, the tool has been generally accessible – more than enough reason to take a closer look at the software in this blog.

For starters, Lumira 1.x is a self-service tool designed for business users that offers intuitive data analytics and simple visualization capabilities. It is exactly this simplicity that allows the utilization of the software while simultaneously limiting its functionality for more advanced scenarios. Design Studio 1.x on the other hand mainly addresses IT/power users and allows for the creation of more complex enterprise dashboards to better meet the requirements of the business users. The main competitors for Lumira 2.0 are analytics solutions such as Qlikview, Tableau or Power BI by Microsoft.

 

What’s new?

Beginning with the most obvious changes, Lumira 1.x is now called Lumira Discovery while Design Studio 1.x will as of this release claim the name Lumira Designer. Both tools received certain visual enhancements. Discovery still aims to fulfill the business users‘ requirements and allows for ad hoc analysis and data visualization. Simultaneously, Lumira Designer remains a tool developed with IT/power users‘ interests in mind and provides capabilities to generate more intricate dashboards as well as the publication of analytical applications. Thus, as far as target audiences are concerned, there is nothing new under the sun with this release. However, it is exactly SAP’s addressing two customer groups which brings us to the unique selling proposition of this release, arguably the most frequently heard keyword in relation to this convergence, „interoperability“. SAP is combining Lumira 1.x and Design Studio 1.x in a „ONE product with TWO user interfaces“ approach. Both tools are now based on the same data format and are built around the well-tried Design Studio architecture. It is this common foundation that enables a closer collaboration between business and power users and hence eliminates the need to decide on using either tool or the other. Thus, in an applied scenario, a business user can build simple Discovery Stories as per his or her requirements which the IT/power user can subsequently import into the Designer environment. There, the Stories can be enhanced and displayed in more advanced enterprise dashboards for publication on a Business Intelligence platform. Additionally, the aforementioned process is designed to work the other way round as well though to a somewhat limited degree given that Lumira Designer’s technical capabilities are considerably more powerful. Pre-built enterprise dashboards can thus be integrated in Lumira Discovery and can be individually customized to a certain degree by the business user. This functionality is being promoted as a „Customized Discovery Experience“.

Within the respective tools, there are several useful improvements as well. Discovery now supports Live connectivity to BW or HANA (with support for OLAP functionality). Therefore, manually downloading and importing data as was a standard in Lumira 1.x is becoming obsolete though the functionality is of course still supported in Discovery. In Lumira 1.x the user had to switch between Visualize and Compose tabs to review a story in its entirety. With Lumira Discovery this is no longer required as all necessary operations can be conducted on one single canvas. Merely the tab containing both data source as well as data enhancement/enrichment capabilities remains as an individual component. Multiple levels can now be assigned to visualizations using Geo Maps thus e.g. enabling dimension drill-downs from country to city level. A new and improved sensitive context menu accessible via right click and the possibility to place and align visualizations freely on the canvas further simplifies the creation of visually appealing stories.

Lumira Designer does receive enhanced functionalities as well. With this release, it is now possible to construct an adaptive dashboard which automatically fits the screen size of the end users‘ device (be it laptop, tablet or smartphone) – all without in-depth CSS knowledge. What’s more is that former Design Studio users gain the ability to blend data from several different data sources and access this data offline as well. Previously, Design Studio data needed to be exported to Lumira 1.x in order to be blended. Now, users can acquire data from BW/HANA/Excel with the Discovery client which leads to the data being saved in the velocity engine on the BI platform and thus being available for use in Designer.

 


The new architecture is based on the previous Design Studio Engine

 

Downward compatibility?

Given that myriads of users have made considerable investments in Lumira 1.x and Design Studio 1.x, the question concerning downward compatibility of Lumira 2.0 is crucial. SAP announced that all Design Studio 1.6 applications can be opened in a compatibility mode under Lumira 2.0 with full Design Studio 1.6 functionality. However, it is also possible to convert existing Design Studio 1.6 applications for full Lumira 2.0 functionality. Stories designed under Lumira 1.31 will be converted into Lumira 2.0 Discovery compatible stories automatically. Current Design Studio 1.6 users can expect SAP to provide full support until mid 2018.

 

Conclusion

SAP has taken a fundamental step towards being a major competitor in the market for self-service business intelligence solutions once more, alongside Qlikview or Tableau – especially the Lumira Discovery live connectivity to BW has the potential to become a game changer, if hierarchies implemented in BW can also be transported alongside the data. A closer look at the Lumira 2.0 roadmap reveals exciting and significant updates for the future. The ability to merge live data together with local data as well as planned interoperability with Business Objects Web Intelligence shall serve as merely two out of multiple future capabilities. After some initial testing, it can be said that the interoperability between the two clients works exceptionally well and can indeed be considered both vital and practical.

The aforementioned sensitive context menu via right click as well as graphical alterations have once more made Lumira Discovery considerably more intuitive in comparison to Lumira 1.x which is most definitely a crucial enhancement for the business user. Exciting times lie ahead in the business intelligence environment. And now it is time for your comments – I’d love to hear about your first impressions and experiences with Lumira 2.0. What is your opinion on the matter? Has SAP managed to fulfill your expectations? Let me know.