Flexible Arbeitsformen und agile Arbeitsmethoden – kein Widerspruch!

Wir sind flexibel und arbeiten agil. Oder umgekehrt: Wir arbeiten flexibel und sind agil. Wie funktioniert das? Geht es überhaupt zusammen?

Bei Swisscom sprechen wir von flexiblem Arbeiten, wenn wir Arbeitsformen meinen: Work anywhere, Home Office, Teilzeitpensen usw. Wenn wir von Kollegen sagen „sie arbeiten agil“, dann sind es die Arbeitsmethoden, wie Holacracy, Scrum oder DevOps.

Im Rahmen von work smart fördert und lebt Swisscom flexible Arbeitsformen, um eine Individualisierung der Arbeitsbedingungen nach Lebenssituationen zu ermöglichen und als attraktive Arbeitgeberin die besten Talente anzuziehen. Mit den flexiblen Arbeitsformen entspricht Swisscom den Bedürfnissen nach orts- und zeitunabhängiger Arbeit und dem Wunsch Arbeit selbstorgansiert einzuteilen.

Agile Arbeitsmethoden sind eine Antwort auf die zunehmende Geschwindigkeit am Markt und bedeuten u.a. eine iterative Art und Weise der Produkt-/Softwareentwicklung. Sie nehmen Kundenbedürfnisse rascher auf, reduzieren die Kosten und verändern die Art und Weise der Zusammenarbeit– letzteres mit dem Ziel, den interdisziplinären Teams mehr Verantwortung zu übergeben.

Lassen sich flexibles und agiles Arbeiten kombinieren? Denn ebenso wie sich die Führungsrolle verändert, wenn transversal in einem agilen Set-up gearbeitet wird, ändern sich die Ansprüche an die Anwesenheit der Mitarbeitenden: bei bestimmten Zeremonien im agilen Set-up ist es üblich, dass alle zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort zusammenkommen. Denn anders als beim konzentrierten ungestört Arbeiten zu Hause, ist es gerade die Interaktion zwischen Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Skills, die den Erfolg der agilen Zusammenarbeit ausmacht, weil man so Fragen schnell klären und vom spezifischen Knowhow der Kollegen profitieren kann.

Die ortsunabhängige Zusammenarbeit funktioniert auch bestens über unsere Tools: eine Frage kann ich auch im Chat stellen, über Skype ist es möglich, virtuell vor Ort zu sein – doch wir gut funktioniert dies im Alltag in einem agilen Team? Auch bei der Zeiteinteilung gibt es gewisse Spielregeln einzuhalten, wenn tägliche Meetings für das ganze Team geplant sind.

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben spielen flexible Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle. Je nach Lebenslage und Verpflichtungen benötigen Mitarbeitende unterschiedliche Arbeitsmodelle. Das fordert Vorgesetzte heraus: Wollen wir als attraktive Arbeitgeberin gelten, müssen sie flexible Arbeitsformen anbieten. Gleichzeitig lassen sich nicht alle individuellen Bedürfnisse realisieren, denn es geht in erster Linie um das Erreichen der Unternehmensziele – ist das ein Widerspruch? Wird die agile Zusammenarbeit behindert, wenn wir Flexibilität zulassen? Beziehungsweise: welche Möglichkeiten und Lösungen gibt es für work smart im agilen Zusammenarbeiten?