Swisscom migriert erfolgreich auf SAP BW/4HANA

Ende Juli war es soweit, das «oneBI» SAP BW System der Swisscom migrierte auf die neuste Produktversion BW/4HANA. Das neu migrierte System verspricht Stabilität, Simplizität und eine geringere Time-to-Market. Aber was hat sich geändert und wie profitieren wir davon?

Der Weg zu BW/4HANA

Das oneBI System lief bisher auf SAP BW 7.50 on HANA und hatte somit die beste Voraussetzung auf BW/4HANA migriert zu werden. Die Version 7.50 bot bereits vor der Migration einen Grossteil des technischen Umfangs der neuen Produktversion und ermöglichte es dem Entwicklerteam Datenmodelle in den neuen Entwicklungsobjekten aufzubauen. Die SAP hat mit BW/4HANA viele Objekte zusammengeführt (simplifiziert) und übersichtliche Wege für Datenpersistierung und virtuellen Zugriff geschaffen. Die Einbindung von HANA Objekten bzw. Modellen geht jetzt einfacher als jemals zuvor und ermöglicht die Kombination von historischen Daten und beliebigen Daten aus dem operativen Betrieb in Echtzeit.

Entwicklung vollumfänglich in den Modeling Tools

Die Entwicklung dieser Datenmodelle ist mit BW/4HANA vollumfänglich in das HANA Studio bzw. die Eclipse Modeling Tools gewechselt. Die neuen Tools bieten den Entwicklern einen intuitiveren und moderneren Ansatz als es das SAP GUI bzw. die Data Warehouse Workbench tat. Die neue Entwicklungsumgebung ermöglicht es den Entwicklern alle Modellierungsansätze voll auszuschöpfen, effizienter zu modellieren und so ihren Stakeholdern schneller eine Lösung für ihre Reportingbedürfnisse zu schaffen. Zudem ist es ein einzelner Einstiegspunkt um nicht nur SAP BW Datenmodelle zu bearbeiten, sondern gleichzeitig auch SAP HANA Datenmodelle zu erstellen und anzupassen.

Datenmodelle zu bearbeiten, sondern gleichzeitig auch SAP HANA Datenmodelle zu erstellen und anzupassen.

 


Monitoring jetzt auch im Web und unterwegs möglich

Nebst der Entwicklungsumgebung hat die SAP auch ein neues Tool für den Betrieb und das Monitoring geschaffen. Mit dem BW/4-Cockpit sind Prozesskettenüberwachung, -modellierung und Datenbewirtschaftung nun auch in einem modernen Fiori Webcockpit möglich. Viele Funktionen sind zwar noch parallel im SAP GUI ausführbar, die Verwendung des Webcockpits bietet aber jetzt schon einen übersichtlicheren Einstieg in die verschiedenen Möglichkeiten des Monitorings. Besonderes Augenmerk ist hier auf das Prozessketten-Dashboard zu legen, das nützliche Statistiken in grafisch gut aufbereiteter Art präsentiert. Die Fiori Applikationen bieten zudem die Möglichkeit eigene gefilterte Sichten anzulegen. Dadurch kann das Betriebsteam schnell z.B. eine Übersicht für bestimmte kritische Prozessketten erfassen und im Dashboard darstellen. Das BW/4-Cockpit kann zudem problemlos auf mobilen Endgeräten dargestellt werden und bietet so die Möglichkeit den Betrieb überall und jederzeit sicherzustellen und so die Stabilität des Systems auf höchstem Stand zu halten.


Der Weg in die Zukunft

Nebst den neuen Tools für Entwicklungs- und Betriebsteam profitieren alle Stakeholder von mehr Stabilität und der schnelleren Erfüllung ihrer Reportingbedürfnisse. Auf diesen schnell erarbeiteten Lorbeeren wollen wir uns aber nicht ausruhen und uns neuen Wegen widmen wie das System weiter optimiert und ausgebaut werden kann. Eine Möglichkeit die BW/4HANA bietet aber im OneBI System noch nicht ausgeschöpft ist, ist das dynamische «Data Tiering» welches es uns in Zukunft ermöglichen wird Daten nach ihrer Wichtigkeit bzw. Nutzungsfrequenz in Heiss, Warm und Kalt einzuordnen. Diese Einordnung ermöglicht es uns die Daten sinnvoll auf Hauptspeicher, Plattenspeicher und Nearline-Speicher zu verteilen und so die Datenhaltung zu optimieren.