HackZurich – Code, eat, repeat

Hackathons – etwa jedes Wochenende findet solch einer irgendwo auf der Welt statt. Ich hatte die Möglichkeit, an einem der grössten Hackathons in Europa, dem HackZurich, teilzunehmen. Hier möchte ich meine Einblicke sowie meine persönlichen Hacks teilen.

Seitdem ich mein Informatik-Studium begonnen habe, bin ich von Hackathons begeistert. Letztes Jahr war ich dann mutig genug, mich für einen anzumelden und damit endlich bei den legendären Hackern mitzumachen. Diese stampfen innerhalb von 2 Nächten Startup Ideen aus dem Nichts. Vom 27. bis am 29. September konnte ich am HackZurich, meinem insgesamt 5. Hackathon, teilnehmen. Ich fühle mich daher schon fast als Hackathon Expertin.

Hackathon – noch nie gehört?

Für Hackathon Neulinge: Am HackZurich kommen technisch affine Menschen zusammen. In Teams von 2 bis 4 Leuten suchen sie technische Lösungen für all die Probleme dieser Welt und setzen diese innerhalb von 40 Stunden um.

Der HackZurich wird von Unternehmen gesponsert, welche Challenges einreichen. So war auch die Swisscom mit einer Challenge über  Localcities vertreten. Die Teams können die Challenges wählen, welche sie am meisten interessieren. Am Ende werden die Lösungen vor einer Gesamt-Jury sowie von der Jury der jeweiligen Challenge gepitched. Die Besten werden prämiert und mit einem stattlichen Preisgeld belohnt.

Die ganzen nächtlichen Coding-Stunden lohnen sich aber nicht nur wegen all den Goodies und Preisen. Denn gegen Ende gewinnt man auch neue Skills, Freunde und vielleicht sogar einen neuen Job.

Meine 40 Stunden am HackZurich

Wir haben uns an der Challenge der SBB versucht. Ziel war es, eine Plattform „SBB Surprise“ aufzubauen. Um die Leute mehr vom Zugfahren zu begeistern, können dort billige Tagesausflüge gekauft werden. Jedoch weiss man erst am Tag der Reise, wohin diese eigentlich führt.

Zu Beginn haben wir uns abseits von den Laptops getroffen. Das Brainstorming einer Lösung sowie deren Konkretisierung mit Paper Prototypen stand an. Nach der Aufteilung der Arbeitspakete war unser Plan für die nächsten Tage gesetzt. Mit wenig Schlaf, dafür mit umso mehr Kaffee hatten wir am Ende eine funktionierende Webapplikation, auf welche ich richtig stolz bin.

Hack deinen nächsten Hackathon

Zwar hat’s nicht für einen Preis gereicht, dafür konnte ich umso wichtigere Learnings für weitere Hackathons mitnehmen:

  1. Team Diversity. Mit verschiedenen Skills im Team hat man meist die grösseren Chancen. Wir waren alles nur Software Engineers. Dadurch konnten wir einige Skills nicht abdecken: UX/UI, Data Science, Pitcher.
  2. Checkliste Mitbringsel. Am besten kurz diese Checkliste durchgehen, um sicher zu gehen, dass nichts Wichtiges fehlt am Hackathon: Laptop und Ladekabel, Schlafsack, Matte, Schlafmaske, Badetuch, Ersatzkleider. Ohne Laptop und Ladekabel wird’s wahrscheinlich schwer. Vor Allem die Schlafmaske ist super, wenn auch mal tagsüber geschlafen wird. Ich empfehle wärmstens in den zwei Tagen auch zu schlafen, um am Ende auch genügend wach für einen Elevator Pitch der Lösung zu sein. Der Pitch ist dann doch noch entscheidend, wie die Idee bei der Jury ankommt.
  3. Umfeld geniessen. Das ganze Umfeld sollte nebst dem riesen Berg an Arbeit nicht zu kurz kommen. Es ist ebenfalls ein perfekter Ort zum Leute Kennenlernen, eine Stadt zu besichtigen, mit Unternehmen für einen Job in Kontakt zu kommen und gutes Essen zu geniessen. Ebenfalls werden ganz viele Tech-Talks gehalten, von welchen man kostenlos inspiriert werden kann.
  4. Team am Hackathon finden. An einem Hackathon kommen Menschen von überall angereist. Auch ohne jemanden zu kennen, kannst du an einem Hackathon teilnehmen. Du wirst inspirierende Menschen kennen lernen, mit welchen du ein Team gründest. Denn es existieren immer Team Building Sessions zu Beginn eines Hackathons, an welchem du sicher nicht alleine sein wirst.

Und damit viel Spass am nächsten Hackathon. 😊