Warum Cloud-basierte Data & Analytics Plattformen für Unternehmen so attraktiv sind

Für viele Unternehmen gewinnt der flexible Zugriff, das rasche Strukturieren und die zügige Analyse von geschäftsrelevanten Daten immer mehr an Bedeutung. Die Themen der Datenanalyse und der Cloud-Technologien sind überall anzutreffen, doch wie können sie vorteilhaft kombiniert werden? Ist die Cloud der richtige Ort für Ihre Daten und Analysen? Und ist es das Richtige für Ihr Unternehmen, damit sie den grössten Nutzen aus Ihren Daten ziehen können?

Daten sind in der heutigen Geschäftswelt eine treibende Kraft, wie auch ein wichtiges Firmenkapital. Aus Daten werden wichtige Erkenntnisse gewonnen, welche einen signifikanten Mehrwert für das Unternehmen und Ihre Kunden liefern können. Um diese Erkenntnisse zu gewinnen, führen nahezu alle Unternehmen bereits in der einen oder anderen Form Datenanalysen durch. Einige arbeiten auf Basis von Excel-Tabellen, um Trends und grafische Auswertungen zu erstellen. Andere benutzen relationale oder nicht-relationale Datenbanken oder ein Data Warehouse, welches eine zentrale Datenhaltung ermöglicht. Teilweise betreiben Unternehmen bereits eigene Datenanalyse-Infrastrukturen in einem geschäftseigenen Rechenzentrum (sog. «on-premise»). Mit dem Anstieg der anfallenden Datenmengen stehen die Unternehmen jedoch vor einer grossen Herausforderung hinsichtlich der Verarbeitung und Auswertung von Daten und daher evaluieren heute viele Organisationen ihre Infrastruktur neu. Heute und in Zukunft sind Unternehmen auf intelligente und leistungsfähigere Daten- und Analyseplattformen angewiesen.

 

Welches Ziel verfolgen die Unternehmen?

Wir stellen im Data & Analytics Team von Swisscom bei der Zusammenarbeit mit unseren Kunden immer wieder fest, dass sie nach einer Lösung für ein spezifisches operatives Problem suchen. Auf Basis welcher Technologie diese Lösung erreicht wird, ist erst einmal sekundär. Unsere Kunden benötigen Analyseplattformen, welche auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind, damit sie ihre datenbasierten Anwendungsfälle und Projekte realisieren können.

 

In den meisten Fällen sind die Bedürfnisse jedoch nicht durch die Verwendung einer isolierten Datenquelle zu lösen. Um ein vollständiges Bild der gesamten Organisation zu erhalten, müssen Unternehmen ihre Datenquellen miteinander verbinden und koordiniert analysieren. Das Aufbrechen von Silos und die Implementierung einer zentralen Ablage, der “Single Source of Truth”, führt dazu, komplexe Anfragen effizienter zu bearbeiten und zu einer besseren Entscheidungsgrundlage und einer höheren Kundenzufriedenheit zu gelangen. Es reicht heute auch nicht mehr aus, entsprechende Auswertungen quartalsweise oder jährlich durchzuführen. Um den direkten Nutzen zu vergrössern, sollten derartige Analysen automatisiert und tagesaktuell – oder sogar in (nahe)-Echtzeit durchgeführt werden.

 

 

Die Herausforderung mit Daten und Analysen on-premise

Eine der grundlegendsten Entscheidungen, die getroffen werden muss, ist, ob Sie Ihre Datenplattform on-premise oder in der Cloud aufbauen wollen.

 

Die Einrichtung und der Betrieb eines Rechenzentrums und die Handhabung der anfallenden Datenmengen wie auch Datenintegrationsanforderungen sind mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand und einem grossen Budget verbunden. Die Infrastrukturen sind zwar ausgereift und können stabil betrieben werden, sie können aber nicht immer mit komplexen Geschäftsszenarien Schritt halten, die mehrere Geschäftsbereiche oder Datendomänen umfassen. Die Geräteausstattung muss richtig gewählt werden und das entsprechende Wissen und die Erfahrung für die Installation und die Verwaltung vorhanden sein. Die Hardware hat eine gewisse Lebensdauer und Sie werden danach gezwungen sein, Ihre Hardware zu ersetzen. Die Hardware wächst mit dem Unternehmen und muss sicherlich viele Male aufgerüstet werden. Durch die unterschiedlichen Generationen steigt auch der Betriebsaufwand und sehr oft werden die Systeme optimiert werden müssen.

 

Die Cloud ist nicht nur heisse Luft, sondern bietet klare Vorteile

Der offensichtlichste Grund für das starke Wachstum und der Vorteil der Cloud-Analyse besteht darin, dass sie die Vorlaufkosten reduziert und die Implementierungszeit verkürzt. Services sind über den Webbrowser einfach abrufbar und die Abrechnung erfolgt nach Verbrauch durch das Businessmodell «Pay-as-you-go» auch «OpEx-Modell» genannt. Genau wie Ihre Stromrechnung variiert Ihre Rechnung jeden Monat um den Betrag, den Sie verbrauchen. Die Einsparpotenziale können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein und müssen durch einen Vergleich der Ausgaben ausfindig gemacht werden. Internet of Things (IoT) ist einer der häufigsten Treiber für Organisationen, die den Weg der Cloud-Transformation beschreiten. Einerseits vereinfacht eine Cloud-Infrastruktur die Anbindung der weltweit verteilten Geräte an die Dienste für die Endkunden, andererseits ermöglicht die skalierbare, automatisierbare und kostengünstige Gerätemanagement-Anbindung auch eine effiziente Verwaltung und Pflege der Geräte.

 

Da die Cloud ein praktisch unbegrenztes Datenvolumen unterstützen kann, sind Cloud-Analyse-Plattformen ohne lange Vorlaufzeiten oder Betriebsunterbrüche hoch skalierbar. Hier ist auch die Elastizität zu erwähnen, denn die Services der Cloud besitzen die Fähigkeit, sich rasch an ändernde Situationen anzupassen. Mit Hilfe der Cloud können Lastspitzen, wie sie typischerweise am Quartalsende oder in Jahresendverarbeitung auftreten, abgefangen und die nötigen Auswertungen rechtzeitig geliefert werden. Die Cloud stellt die für die aktuelle Aufgabe erforderlichen Ressourcen bereit und bewältigt auch hohe Lasten für kurze Zeiträume. Allerdings kann, im Unterschied zu on-premise Systemen, die zusätzliche Kapazität bei Nichtgebrauch auch wieder abgebaut werden und belastet so nicht das Budget der Unternehmung.

 

Ein weiterer Vorteil der Cloud ist die Erreichbarkeit über das Internet, welche ermöglicht, dass die gesamte Organisation über eine gemeinsame Oberfläche auf dieselbe Plattform zugreifen kann. Dies fördert die Zusammenarbeit und eine datengesteuerte Kultur und entlastet auch die IT-Abteilung, welche bisher für das Management und die Bereitstellung von Daten zuständig war. Die Cloud macht es Unternehmen auch leicht, mit den Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz, einschliesslich des maschinellen Lernens zu experimentieren und so die Analysen zu optimieren. Dadurch erlangen Unternehmen eine Reihe weiterer Vorteile. Das maschinelle Lernen erreicht diese Vorteile, indem es Muster in Unternehmensdatensätzen findet und mögliche Ergebnisse berechnet.

 

Vorbehalte gegen die Cloud

Unternehmen geben teils grosse Summen für die Entwicklung und Verbesserung ihrer Betriebsabläufe aus. Dadurch ist es schwierig, die bestehende und über Jahre erweiterte Infrastruktur sowie die damit verbundenen Investitionen und Entwicklungsarbeiten aufzugeben.  Eine neue Technologie einzuführen, kann für alle Beteiligten sehr belastend sein und fordert eine gut durchdachte Strategie. Es gibt auch viele Organisationen, die auf alten Technologien beharren, weil sie nicht kaputt sind – warum sollte man sie also reparieren oder ersetzen? Dabei ist zu bedenken, dass nicht auf einen Schlag alle Daten in die Cloud verlagert werden müssen, denn eine «Lift-and-Shift-Migration» bei der existierende Systeme nahezu unverändert in die Cloud verschoben werden, kann zusätzliche Kosten und Herausforderungen mit sich bringen, die gewöhnlich unterschätzt werden. Im Idealfall sollte eine Cloud-Migration ein agiler Prozess sein. Eine schrittweise Ablösung bestehender Systeme und Überführung in eine neue Cloud-basierte Infrastruktur ermöglicht eine reibungsärmere Migration und eine graduelle Weiterentwicklung und Optimierung der Analysen. Durch das schrittweise Vorgehen ist auch genügend Zeit vorhanden, um die in der Cloud aufgebauten Systeme nach aktuellen Erkenntnissen optimal umzusetzen.

 

Ein Thema, dessen sich jede Unternehmung, welche mit Cloud-Technologien arbeitet, bewusst sein muss, ist Datenschutz und Datensicherheit. Vielfach wird die Nutzung von Cloud-Technologien abgelehnt, weil Datenverluste von anderen Unternehmen bekannt wurden. Dabei ist die Cloud nicht unsicherer als ein zu einem IT-Dienstleister ausgelagertes Rechenzentrum, sofern die nötigen Vorsichtsmassnahmen getroffen und eingehalten werden.

 

Bei der Datensicherheit (Backups) können mit der Cloud schwerwiegende Ausfälle einfacher verhindert werden. Wenn lokale Backups im selben Gebäude wie die physische Infrastruktur aufbewahrt werden, ist ein verheerender Datenverlust, zum Beispiel im Falle eines schweren Brandes, nahezu unvermeidlich. Die Migration in die Cloud ermöglicht es einfach, Backups in ein anderes Rechenzentrum zu verlagern, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Ausfalls verringert wird. Selbstverständlich ist diese zusätzliche Absicherung nicht kostenlos, durch die kürzere Vorlaufzeit und die wegfallende Hardware-Investitionen jedoch um Einiges rascher umzusetzen.

 

Beim Datenschutz, also der Verhinderung des unberechtigten Zugriffs und des Abflusses der gespeicherten Informationen sind die gleichen Grundsätze wie bei einer on-premise Installation zu befolgen. Der Zugriff muss beschränkt werden und die Daten müssen vor unbefugter Verwendung geschützt werden. Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO, GDPR) sowie das Schweizer Datenschutzgesetz verlangen hierfür bei Personen- und Gesundheitsdaten (PII, PHI) mindestens eine Verschlüsselung der gespeicherten Daten. Denken Sie immer daran, der Cloud-Dienstleister (z.B. Microsoft Azure) ist für die Verfügbarkeit der Plattform zuständig. Der Schutz der darauf verarbeiteten Daten ist jedoch immer in der Verantwortung des Kunden. Mit einer korrekten Konfiguration der zur Verfügung stehenden Mechanismen kann dieser Schutz jedoch ausreichend umgesetzt werden.

 

Digitale Transformation ist eine Chance für Ihre Zukunft

Viele Cloud-Plattformen benötigen eine vorgängige Ausbildung der Mitarbeiter, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Das Aufsetzen der Cloud-Technologie ist meistens Teil einer gezielten digitalen Transformation, die einige Zeit in Anspruch nimmt. Die Leistung, Elastizität, Skalierbarkeit und Sicherheit mit der diese Produkte eingeführt werden und die reduzierten Kosten, welche auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, können diese Nachteile jedoch wettmachen.

 

Jedes Unternehmen kann die verschiedenen Vorteile solcher Systeme nutzen. Die richtige Cloud-Strategie kann die Art und Weise, wie ein Unternehmen operiert, grundlegend verändern. Das wird aber nicht von heute auf morgen passieren. Der Schlüssel liegt darin, einen gut geplanten, schrittweisen Übergang anzugehen und sich der Vor- und Nachteile bewusst zu sein.

 

 

Ist die Cloud nun der richtige Ort für Ihre Daten und Analysen? Und ist es das Richtige für Ihr Unternehmen, damit sie den grössten Nutzen aus Ihren Daten ziehen können?

 

Wir sind überzeugt, dass viele Organisationen heute noch nicht abschätzen können, welche Vorteile sie mit modernen Analyseplattformen gegenüber ihren Kunden generieren und auf welche Weise sie weitere Einnahmen erzielen können. Wir vom Data und Analytics Team von Swisscom helfen Ihnen diese Fragen zu beantworten, greifen Ihre spezifischen Herausforderungen auf und begleiten Sie auf dem Weg der Transformation. Kontaktieren Sie uns, um Ihre Cloud-Erfahrung jetzt zu beginnen und unsere Experten helfen Ihnen mithilfe von Spitzentechnologien und langjähriger Erfahrung, eine Daten und Analyse Lösung zu entwickeln und Ihre Daten aus einer neuen Perspektive zu sehen.